„Märchenonkel „ Helmut Daubert umringt von Kindern. / Foto: Sigi Stock

Rimbach hatte zur Weihnachtsfeier geladen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Rimbach - Vor Weihnachten ist es auch in Rimbach Usus, dass Jung und Alt zur gemeinsamen Weihnachtsfeier ins dortige Dorfgemeinschaftshaus eingeladen werden. Der Einladung wurde zahlreich gefolgt.

Im weihnachtlich geschmückten DGH erwartete Groß und Klein ein abwechslungsreiches Programm, mit Aufführungen von Kindern und Jugendlichen. Das Vorbereitungsteam hatte sich auch in diesem Jahr sehr viel Mühe gemacht um für beste Unterhaltung Sorge zu tragen. Für das Musikalische hatte Oliver Weppler wieder sein Akkordeon parat, gemeinsam sangen die Gäste „Lasst uns froh und munter sein", später noch „Leise rieselt der Schnee" und „Schneeflöckchen, Weißröckchen". Auch der „ChoRimOhr" Rimbach mit seiner Dirigentin Nina Roß unterhielt mit weihnachtlichem Gesang.

Ortsvorsteher Wilfried Susemichel konnte zur diesjährigen Weihnachtsfeier auch Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer und Pfarrer Pierre Bouvain begrüßen. „Wieder sei ein Jahr vergangen", so Susemichel, „die Weihnachtsglocken läuten, Kerzen brennen – es ist Weihnachtszeit! Was ist eigentlich Zeit? Moderne Menschen sagen – Zeit ist Geld! Aber Geld sind Lasten und Jagen nach mehr. Dies passt nicht in die Weihnachtszeit. Denn sie ist eine stille Zeit. Totschlag von Menschen, die andern helfen wollen, tagelange Streiks von Bahn und Lufthansa die das Leben der Menschen noch hektischer gestalteten – dies passe ebenfalls nicht in die Weihnachtszeit. Weihnachtszeit ist eine friedliche Zeit.

Granaten in der Ukraine, Bomben in Syrien und Schüsse im Gazastreifen - auch das passt nicht in die Weihnachtszeit. Weihnachtszeit ist eine Zeit die besinnlich ist, und die Menschen mit dem was sie haben zufrieden sein sollten. Es ist eine Zeit, in der Menschen das Miteinander und Füreinander üben, nicht nur an sich selbst denken, sondern Armen und Kranken Hilfe anbieten sollten. Der Mensch braucht die Liebe, die Achtung in seiner Heimat, das gibt ihm den inneren Frieden die Ausgeglichenheit die er sucht.

Weihnachten, das Fest der Liebe und des Friedens soll uns von Jahr zu Jahr mehr festigen und stärken. Dazu sollte auch die Menschlichkeit mehr Beachtung geschenkt bekommen. Auch in unserem Dorf sollten wir uns bemühen sich zu dieser Erkenntnis durchzuringen. Vergessen wir alles, was im Jahr auf uns lastete – an Lieblosem und Widerwärtigem, ziehen wir einen Schlussstrich unter alles. Ungezählte Millionen haben nicht den Baum, das Symbol dieses Festes, in ihrer Wohnung stehen.

Ihnen wollen wir helfen, dass auch sie im Schein der brennenden Kerzen Weihnachten feiern können. So werden die Stunden, in denen die Lichter in unsere Herzen leuchten , nicht zu einer flüchtigen Besinnung, sondern zu einem festen Band, dass uns alle umschließt. Trotz Gewalt, Krieg, Terror und Hass auf der Welt wird das Wort in Erfüllung gehen, das der Leitstern dieses Festes ist, Frieden auf Erden, den Menschen ein Wohlgefallen!" Es schlossen sich die Grußworte von Pfarrer Bouvain und Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer an.

Dann endlich kann sie an die Reihe, die Kindergarten- und Grundschulkinder, hatten sie doch lange und sorgfältig für die Aufführung geprobt. Für das Stück „Die Weihnachtsfabel" hatten sich Christiane Karnoll, Katja Kühnl und Nicole Torgina die Zeit genommen. Im Anschluss daran schmetterten sie aus vollem Halse „In der Weihnachtsbäckerei" und sagten die Geschichte „Die vier Engel und der Weihnachtshase" auf. Von den Anwesenden gab es dafür den wichtigen Applaus. Die weiteren Aufführungen wurden von den Rimbacher Sangesfreunden, werden ebenfalls von Nina Roß dirigiert, kurz mit zwei Weihnachtsliedern unterbrochen.

Es folgte „Das Theaterstück" gespielt von den Schülern und Schülerinnen des 4. bis 8. Schuljahres. Regie führte hier Andrea Bäuml und Daniela Eckl. In der wohlverdienten Kaffeepause mit leckeren selbstgebackenen Kuchen und belegten Broten, wurde die Zeit für intensive Gespräche genutzt. Auch in diesem Jahr hatte „Märchenonkel" Helmut Daubert sich wieder die Zeit genommen, Geschichten gesammelt, um sie im Kreise der Jungs und Mädchen zu erzählen. Ganz nebenbei wurde so die Wartezeit auf den Nikolaus etwas verkürzt. Dieser kam dann auch in Begleitung von Knecht Ruprecht um kleine Gaben an alle Kinder zu verteilen. / sigi

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