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Röhrende Motoren und viele PS: Schlechtenwegen verwandelt sich in Pulling City

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlechtenwegen - Zu einem Publikumsevent ist wieder die neunte Auflage des Pullings-Events in Schlechtenwegen geworden. Nicht nur viele Zuschauer sondern auch viele tausend Pferdestärken zogen in den verschiedenen Wertungsklassen den Wagen „Blue Fighter“ über die 100 Meter lange Strecke, die dann den Full-Pull bedeuteten.

Je nach Teilnehmerzahl wurden dann in Vor- und Zwischenlauf die Sieger ermittelt. Gab es vielleicht im Vorlauf noch den „Full-Pull“, reichte es dann später nur noch für eine kürzere Distanz, da in der Pause weitere Gewichte in den Wagen mittels Bagger gehoben wurden. PS allein waren nicht für Sieg oder Niederlage verantwortlich sondern entsprechende Gewichtsverteilung oder Reifendruck spielten hier auch eine Rolle. Aber auch die entsprechender Fahrtechnik sorgte für die gewünschte Weite. Besonders interessiert verfolgten die heimischen Zuschauer die Bauernklasse am ersten Tag, wo beispielsweise Karl-Theo Willmann aus Steinfurt, Florian Geist aus Eichenrod, Reinhard Rauber aus Vaitshain, Hartmut Greb aus Grebenhain, Horst Walter aus dem Schlitzerland oder Dirk Greb aus Heisters, der gleich in mehreren Gewichtsklassen dabei war, ihr Glück versuchten. Auch wenn keine vorderen Platzierungen heraussprangen, machte es doch allen Beteiligten Spaß und der Beifall der Zuschauer, entschädigte dann dafür, wenn der Pull nicht wie geplant verlaufen war. Am Samstag standen die Gardenpuller und die Bauernklasse in den unterschiedlichen Gewichtsklassen auf dem Programm während am Sonntag dann die deutschen Meister in den Sport-und Standardklassen ermittelt wurden. Viele Zuschauer fanden sich auf der oberhalb von Schlechtenwegen gelegenen Pulling-Strecke ein und bei herrlichem Sonnenschein war es nicht nur ein tolles sportliches Ereignis, sondern die Veranstaltung hatte auch Volksfest-Charakter. Weitere Höhepunkte waren Schau-Pulls, wo Hubschrauberturbinen als Antrieb mit 2200 beziehungsweise 4400 PS unter der Haube für die nötige Kraft sorgten. Als Kraftstoff diente hier Kerosin. In einem dieser PS-Boliden konnte dann der Gewinner einer Tombola Platz nehmen und unter seinen Füßen dann die PS spüren. Dann die Bremse los und hoffen dass ein „Full-Pull“ gelingt. Rund 3500 PS leistete ein weiterer Bolide mit dem klangvollen Namen „Dschinni Evolution“, dem Methanol die notwendige Kraft verlieh. Der Brennstoff diente gleichzeitig auch als Kühlung für den Motor, denn eine Wasser- oder Luftkühlung besitzt das Gefährt nicht, so Klemens Mathmann. Lob gab es für das „Traktor-Pulling-Team Vogelsberg“ mit dem Vorsitzenden Mike Fölsing an der Spitze nach zwei Tagen Großkampftag für tollen Ablauf. Viele Helfer waren im Einsatz und besonders gefordert waren die drei Traktorfahrer, die die Strecke immer wieder in Ordnung brachten, damit alle Teilnehmer in etwa gleiche Wettkampfbedingungen vorfanden. / gst

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