Archivfoto: Schlitzer Bote

Schlitz beantragt Aufnahme in das Programm „Stadtumbau Hessen“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Der Schlitzer Magistrat hat im neuen Jahr wieder seine regelmäßige Arbeit aufgenommen. Routinemäßige Tagesordnungspunkte wurden behandelt, aber auch ein absolut zukunftsweisender Beschluss gefasst, nämlich die Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Hessen“.

Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer, auf dessen Vorschlag der Magistrat diesen Beschluss fasste, bezeichnete das Programm „Stadtumbau Hessen“ als ein zukunftsweisendes Programm, welches gerade in Schlitz als Anschlussprogramm an die klassische Altstadtsanierung die Stadtentwicklung zukunftsweisend voranbringen kann.

Mit der Antragsbearbeitung beauftragte der Magistrat den seit fast dreißig Jahren in Schlitz tätigen Planer Rainer Tropp, weil dieser über hervorragende Orts- und Fachkenntnisse verfügt. Als Sanierungsträger und Treuhänder wurde mit der Gesellschaft für Stadtentwicklung und Städtebau mbH Worms ein erfahrener Partner gefunden, der sich mit Städten in der Größenordnung von Schlitz auskennt. Herr Tropp und der geschäftsführende Gesellschafter Herr Isack von den Wormser Treuhändern erläuterten dem Magistrat das Programm. Herausforderungen unserer Zeit meistern

Mit dem Zukunftsthema Demografie, Wirtschaftsstruktur, Klimaschutz und Klimaanpassung beabsichtigt das Land Hessen über das neue Förderprogramm „Stadtumbau Hessen“ in Hessen einen nachhaltigen Stadtumbau zu betreiben. Die Schwerpunkte des Förderprogramms sind neben dem demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel insbesondere die Förderschwerpunkte Klimaschutz und Klimaanpassung. Es ist geplant, in den kommenden Jahren 15 bis 20 Städte und Gemeinde neu in dieses Förderprogramm aufzunehmen. Das Programm soll Kommunen unterstützen, ihre baulichen Gegebenheiten mit Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit in beispielhafter Weise umzusetzen. Die Stadtumbauaufgaben, Schaffung von grüner und blauer Infrastruktur, also Park- und Grünflächen, begrünte Straßen und Plätze sind ein entscheidender Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie der Lebens- und Standortqualität innerhalb der Städte. Die Faktoren „Demografischer Wandel“ und „Wirtschaftsstruktureller Wandel“ erhalten in diesem Programm ebenfalls eine sehr hohe Bedeutung. Es handelt sich bei diesem Programm um ein Bundes- und Landesprogramm. Die öffentlichen Maßnahmen werden zu 100 Prozent aus diesem Programm gefördert, die privaten Maßnahmen nach Beschlusslage der Stadt und Aufzeigung der Unrentierlichkeit in Höhe einer Anschubfinanzierung.

Der Magistrat hat auch das beantragte Sanierungsgebiet festgelegt. Es umfasst das Brauereigelände, die Brauereigärten, die Hinterburg, die Schachtenburg, die Vorderburg und die Günthergasse mit ihren Leerständen. Bürgermeister Schäfer sagte wörtlich: „Zur Bewältigung der vielfältigen Zukunftsaufgaben in der Stadt Schlitz ist eine Beteiligung an dem ausgeschriebenen Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau Hessen“ äußerst sinnvoll und auch notwendig.“

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