Ein Luftbild vom Areal der ehemaligen Brauerei in Schlitz.
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Auch ein Teil des Areals der ehemaligen Brauerei könnte sich für eine Eisbahn anbieten.

Politiker äußern Ideen

Eisbahn, Downhill, Beachvolleyball: Viel Bewegung in der Schlitzer Stadtpolitik

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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Um die Freizeitmöglichkeiten rund um Schlitz machten sich die Stadtverordneten während ihrer Sitzung im Ökonomiegebäude der Landesmusikakademie Gedanken. Ideen gab es viele.

Schlitz - Schließlich, so die Einschätzung aller, habe die Corona-Pandemie den Bewegungsdrang der Menschen befördert. Schön wäre zum Beispiel eine Eisbahn in der Adventszeit, erklärte Marius Kokel für die CDU-Fraktion. Für die BLS meldete Dr. Jürgen Marxsen Bedenken an. Er verwies auf hohe Energiekosten und auch auf die Schwierigkeit, in Coronazeiten auf einer Eisbahn die notwendigen Abstände zu halten.

Elisabeth Hillebrand (SPD) schlug vor, die entsprechenden Daten erst einmal zusammenzutragen und dann in der Stadtverordnetenversammlung endgültig über das Projekt zu entscheiden. Dem schloss sich die Mehrheit der Stadtverordneten an.

Aber auch im Sommer soll das Schlitzerland in Bewegung bleiben. Ceylan Can (SPD) plädierte für die Ausweisung einer Downhillstrecke am Tempel- oder am Sängersberg. Can wies darauf hin, dass es in diesem Bereich jetzt schon illegale Strecken gebe. Dies sei gefährlich für alle Nutzer der Waldwege.

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Schlitzer Stadtverordnete diskutieren über Freizeitmöglichkeiten

Dr. Klaus Dieter Koch (BLS) wandte ein, dass es sich bei den genannten Gebieten zum Teil um Naturschutzgebiete handele und die Stadt dann ja auch eine Verkehrssicherungspflicht habe. Er schlug vor, den Antrag in den Bau- und Siedlungsausschuss zu verweisen. Marius Kokel schlug in die gleiche Kerbe, sah aber den Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss als richtigen Ort, die Angelegenheit zu klären.

Erster Stadtrat Willy Kreuzer (CDU) erklärte, dass eine Downhillstrecke während der IKEK-Beratungen als ein Wunsch der Jugendlichen benannt worden ist und dementsprechend auch förderfähig sei. Der Bearbeitung des Antrages im HFWA stimmten die Stadtverordneten bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu.

Aus ihrem Dornröschenschlaf sollen auch die ehemaligen Tennisplätze geweckt werden. Erster Stadtrat Kreuzer informierte auf Anfrage der CDU, dass es Pläne für die Übernahme des Geländes durch die Stadt gebe. Was dann damit geschehen soll, sei aber noch nicht entschieden. Hier hatte die FDP eine Idee. Daniel Braun schlug vor, dort einen Beachvolleyballplatz anzulegen.

Nach Informationen des FDP-Fraktionschefs seien die Schlitzer Volleyballer schon in Vorleistung gegangen und hätten Sand und Netze besorgt. „Beachvolleyball gehört nach Schlitz“, unterstützte den Vorschlag Paul Weber von der BLS. Bei einer Enthaltung beschlossen die Stadtverordneten, dieses Vorhaben durch den Magistrat prüfen zu lassen.

Schlitz: Verbesserungen für Wanderer geplant

Aber auch für die Wanderer soll es einige Verbesserungen geben. Die SPD wünscht sich die Ausweisung eines Wanderweges für Rollstuhlfahrer und Rollatorenbenutzer. Dies sollte laut Elisabeth Hillebrand ein Rundweg sein, der über geteerte Flächen führe. Marxsen (BLS) hatte Bedenken angesichts von Randsteinen an der angedachten Fläche und schlug vor, die entsprechende Streckenführung mit Betroffenen zu überprüfen. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

Wer höher hinaus will, stößt im Schlitzerland öfters auf Gipfelkreuze. Diese seien aber für Ortsunkundige schwer zu finden, bemängelte Braun (FDP). Deswegen sollten sie bei Google Earth gekennzeichnet werden. Zudem fehlten teilweise Sitzgelegenheiten. Thomas Ziegler (SPD) empfahl den Antrag dahingehend zu ergänzen, dass auch die attraktiven Aussichtspunkte entsprechend ausgewiesen werden sollten. Auch dies wird nun vom Magistrat geprüft.

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