Das Schlitzer Freibad ist schön, aber sanierungsbedürftig.
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Das Schlitzer Freibad ist schön, aber sanierungsbedürftig.

8,41 Millionen Euro Kosten

Millionen-Sanierung in Schlitz: So soll das Freibad nach dem Umbau aussehen

  • Bernd Götte
    VonBernd Götte
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Die Pläne für die Freibadsanierung in Schlitz haben Gestalt angenommen. Erster Stadtrat Willy Kreuzer, Frank Jahn, Leiter des Bäderbetriebs, und Klaus Meyer vom planenden Ingenieurbüro Möller + Meyer Gotha, berichteten im Festsaal der Landesmusikakademie über den aktuellen Sachstand.

Schlitz - „Es ist einfach fantastisch“, geriet einer der Besucher im etwa halb vollen Saal bei seiner Wortmeldung über die Planungen ins Schwärmen. Einwände gegen die Planungen für die Auffrischung des Schlitzer Sportzentrums gab es nicht. Der Gothaer Architekt Klaus Meyer hat wohl vorerst alles richtig gemacht. Die Renovierung tut Not. Schließlich, betonte Klaus Jahn, Leiter des Bäderbetriebs, stammt die derzeitige Anlage aus den 1970er Jahren und habe an so vielen Ecken Erneuerungsbedarf.

Die Eckpunkte der Pläne stellte Klaus Jahn vor: Die Becken seien undicht, dass wolle man mit Edelstahlinnenauskleidung beheben. Der Nichtschwimmerbereich mit Planschbecken sei nicht attraktiv und solle mit einer Breitrutsche, Strömungskanal, Schwallbrause, Wasserpilzen und Unterwasserliegen deutlich lustiger werden. Zudem sei das Bad nicht durchweg barrierefrei zugänglich. Auch die Energieeffizienz solle nach Jahns angaben durch Pumpen, die nach Bedarf gesteuert werden können deutlich verbessert werden. Insgesamt sollen 30 Prozent an Strom eingespart werden können, und auch der Bedarf an Chlor soll sinken. (Lesen Sie hier: Freibad in Schlitz - Umfangreiche Sanierung beschlossen)

Millionen-Sanierung in Schlitz: So soll das Freibad nach dem Umbau aussehen

Abgerissen werden soll das Sozial- und Funktionsgebäude. Das liege daran, dass das Gebäude von unten feucht werde, erläuterte Jahn, so dass es teurer wäre, die alte Bausubstanz zu retten als ein neues Haus zu errichten. Konzeptionell ändert sich beim Neubau kaum etwas. So sollen die Sanitäranlagen auch weiter von den Besuchern des Campingplatzes mit benutzt werden können.

Das Technikgebäude für das Bad soll mittig platziert werden mit einer Aussichtsplattform für die Schwimmmeister. Trennen werden sich die Schlitzer Schwimmbadfreunde auch von ihrem alten Sprungturm. Er soll abgerissen und durch drei neue moderne Edelstahltürme ersetzt werden. Das Sprungbecken bleibt erhalten.

Der Plan vom künftigen Freibad. Oben kann man den Nichtschwimmer- und Spaßbereich erkennen, unten ist das Sportbecken zu sehen. In der Mitte befindet sich das Sprungbecken. Die Sozialräume mit Umkleiden bleiben an der gewohnten Stelle im Westbereich des Areals.

„Wichtig ist, dass wir so bauen, dass wir auf keine Badesaison verzichten müssen“, betonte Jahn. So wird das Bad in drei Bauabschnitten bis 2024 saniert.

Recht erfolgreich war die Stadtverwaltung beim Auftreiben von Fördermitteln. Von den geschätzten 8,41 Millionen Euro Kosten gehen etwa 4,81 Millionen auf die Kappe der Vogelsberg-Stadt. Voll förderfähig durch die Hessen-Kasse sind die Architektenleistungen. Für das Sportschwimmbecken gibt es aus dem landesweiten SWIM-Programm 495.000 Euro Zuschuss bei 1,65 Millionen Euro geplanten Kosten. Für das Nichtschwimmer- und Planschbecken, das 3,79 Millionen Euro kosten soll, sind eine Millionen Euro Fördermittel in Aussicht. Das Sozialgebäude, mit 1,92 Millionen Euro veranschlagt, könnte mit 1,05 Millionen Euro aus IKEK-Mitteln mitbezahlt werden. Das Blockheizkraftwerk, Kostenpunkt 150.000 Euro, ist voll förderfähig.

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