Das Gästehaus der Landesmusikakademie hat schon ein Gesicht.
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Das Gästehaus der Landesmusikakademie hat schon ein Gesicht.

Neubau für 3,3 Millionen

Gästehaus der Landesmusikakademie: Pläne des Schlitzer Büros „wkplan“ nehmen Gestalt an

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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Das Schlitzer Planungsbüro „wkplan“ macht seinem Namen alle Ehre. Manfred Kuhlmann und Alexander Witzel schmieden Pläne und setzen sie auch um. Ein derzeitiges Topprojekt: das Gästehaus der Landesmusikakademie.

Schlitz - 3,3 Millionen Euro soll der Neubau kosten und in 28 Doppel- und Einzelzimmern 41 Besucherinnen und Besuchern der Landesmusikakademie Platz bieten. Die Landesmusikakademie im Vogelsbergkreis kommt mit dem Neubau auch der vor der Corona-Pandemie gestiegenen Nachfrage nach Übernachtungen nach.

Derzeit beginnen die Innenausbauarbeiten. In dem Gebäude soll es auch einen Veranstaltungsraum geben. Bei der Bauzeit des Hauses liege man im Zeitrahmen, wie Klaus Hohmeier von der Bauherrin, der Heimstätten Bau GmbH erklärte. Pünktlich zum 100-jährigen Bestehen der Heimstättengesellschaft im Dezember soll das Gebäude eingeweiht werden. „Nach knapp einem Jahr nach dem Spatenstich sind wir mit dem Rohbau durch“, berichtet auch Planer Manfred Kuhlmann. Derzeit werde das Dach eingedeckt, nach Ostern wolle man mit dem Innenausbau, der Anbringung von Putz und Estrich, beginnen. (Lesen Sie hier: Neues Gästehaus der Landesmusikakademie in Schlitz: Bauzeit und Finanzen liegen im Rahmen).

Schlitz: Planungsbüro wkplan arbeitet am Gästehaus der Landesmusikakademie

Das Gästehaus wird insgesamt 950 Quadratmeter Nutzfläche haben, worauf 210 Quadratmeter auf den geplanten Konzert- beziehungsweise Mehrzweckraum entfallen. Die umbaute Fläche des Gebäudes wird dann 3 900 Kubikmeter betragen; die drei Geschosse mit dem Dachboden kann man jetzt gut erkennen. Bebaut wurden 530 Quadratmeter. Beim Innenausbau zeichnet wkplan dann auch bis in die Möblierung verantwortlich, insgesamt, so berichtet Kuhlmann, arbeitet das Büro mit 35 Gewerken zusammen.

Auch bei den Baukosten liege man gut im Plan. Dabei setzt wkplan vor allem auch auf regionale Firmen, so Peiker & Heil Elektrotechnik sowie Landgraf Heizung und Sanitär, die mit Innenarbeiten beauftragt wurden. Kuhlmann schätzt die Seriosität der Schlitzer Unternehmen, die in der Regel auch preislich im günstigeren Segment lägen. Außerdem liegt die Burgenstadt Kuhlmann und Witzel am Herzen: „Wir bleiben den Schlitzern treu. Das ist uns wichtig“, erklärt Kuhlmann.

Manfred Kuhlmann: Knapp ein Jahr nach Spatenstich sind wir mit dem Rohbau durch

Womit man bei Projekt Nummer 2 wäre. Das Planungsbüro zieht um, und zwar in prominenter Lage in der Bahnhofstraße. Das alte Domizil in der Graf-Karl-Straße müssen die Planer verlassen, weil ihnen wegen Eigenbedarf gekündigt wurde. Dafür werden sie mit ihrem Büro demnächst das alte Amtsgerichtsgebäude beleben, aus dem der bisherige Mieter Lampenwelt ausziehen wird. Im Moment befinden sich die drei Beschäftigten von wkplan noch im Homeoffice, aber Umzugkartons werden schon hin und her gefahren. Im Obergeschoss des alten Gerichtsgebäudes werden die Planer dann ab dem 1. Juli zu finden sein. Die Bürofläche sei in etwa gleich wie in der Graf-Karl-Straße. „Für uns ändert sich nicht so viel“, erklärt Kuhlmann, der in Lauterbach wohnt. Aber die Vorteile von Schlitz als Standort mitten in Deutschland hat er sicher schon erkannt.

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