Holger Hohmeier, Edith Braun und Jürgen Hofmann erhielten den Ehrenbrief des Landes Hessen.
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Holger Hohmeier, Edith Braun und Jürgen Hofmann erhielten den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Stadtverordnetensitzung

Ehre zum Jahresende: Drei Sandlofser erhalten Ehrenbrief des Landes Hessen

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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Das Jahresende ist auch die Zeit, sich zu bedanken. Bei der jüngsten Stadtverordnetensitzung im Festsaal der Landesmusikakademie erhielten drei Sandlofser Bürger den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Schlitz - Im Gemischten Chor Sandlofs ist Edith Braun nicht wegzudenken. Seit 30 Jahren ist sie dort auch in verschiedenen Vorstandspositionen aktiv. Aktivität beweist sie auch in der Gymnastikgruppe, wo sie seit 14 Jahren als Vorstandsmitglied und auch als Abteilungsleiterin die Mitglieder auf Trab hält.

Holger Hohmeier ist seit neun Jahren Ortsvorsteher von Sandlofs und gehört dem Ortsbeirat schon seit 19 Jahren an. Bei der Freiwilligen Feuerwehr begleitete er 25 Jahre das Amt des Schriftführers. Ebenso hatte er 19 Jahre im Vorstand der Spielvereinigung Sandlofs das Wohl des Vereins stets im Auge.

Ein lang gedienter Feuerwehrkamerad ist auch Jürgen Hofmann, der zehn Jahre stellvertretender Vorsitzender der ehrenamtlichen Brandschützer in Sandlofs war. Zudem hat er 15 Jahre als Kassierer die Finanzen des Gemischten Chores in Ordnung gehalten.

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Stadtverordnetensitzung in Schlitz: Infrastruktur, Windkraft und Schulbusverkehr

Erster Stadtrat Willy Kreuzer (CDU) berichtete anschließend über diverse Infrastrukturmaßnahmen im Schlitzerland. So habe der Magistrat die ausführende Firma gebeten, über geplante Windkraftanlagen in Unter-Wegfurth in einer Bürgerversammlung Auskunft zu geben. Darauf ist das Unternehmen aber nicht eingegangen, aber der Magistrat bleibt mit der Firma weiter in Gespräch. Als erfreulich wertete Kreuzer die Entwicklung in Sachen schnelles Internet. „Wir sind mittlerweile umzingelt von Anbietern“. So habe die Firma TNG aus Kiel in den von ihr betreuten Ortschaften schon eine Vertragsquote von fast 60 Prozent erzielen können, was für sie den Glasfaserausbau rentierlich mache. Die Anmeldefrist bis zum 13. Dezember habe TNG daraufhin bis Mitte Februar verlängert. Auch die anfangs säumige Firma GoTel aus Göttingen habe nachgelegt und biete unter anderem Interessierten aus Ützhausen und Unter-Schwarz einen Breitbandanschluss an. Die Telekom wolle derweil auf Sassen und am Richthof für bessere Verbindungen sorgen.

Nicht so zufrieden zeigte sich Kreuzer über die Verbesserung des Schulbusverkehrs. Lediglich auf der Strecke zwischen Lauterbach und Schlitz, die auch in Willofs Station macht, seien zwei weitere Verbindungen am frühen Morgen und zur Mittagszeit eingerichtet worden. Ansonsten seien die Schulbusse oft immer noch recht voll.

Stromtrassenprojekt der Firma Tennet berührt das Schlitzerland nur am Rande

Die geplanten Baumaßnahmen der Firma Tennet, die eine Stromtrasse quer durch Deutschland bauen möchte, und die Bahnstrecke von Fulda nach Gerstungen, würden das Schlitzerland nach Kreuzers Informationen höchstens am Rand berühren. So könne die Stromtrasse eventuell durch die Gemarkung von Unter-Schwarz führen, und die Bahn erwäge, einen Ausweichbahnhof in Richtung Michelsrombach zu errichten, was wiederum Fraurombacher Gebiet betreffen könne.

Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten die Änderung der Entwässerungssatzung der Stadt, den Beitrag zu der Erneuerung der Ortsdurchfahrten sowie den Ankauf des Wasserkraftwerkes Pfannmühle. Seine Ausführungen schloss Kreuzer, nachdem er auf den noch zu beschließenden städtischen Haushalt Bezug genommen hatte, mit einem Dank an die städtischen Gremien: „Ich wünsche mir, dass wir auch diese schwierige Situation gemeinsam meistern“, sagte er mit Blick auf die derzeitige Corona-Krise. Mit einem Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten und SPD-Politikers Johannes Rau entließ er die Stadtverordneten in den verdienten Weihnachtsurlaub.

Der Haushalt soll dann während der geplanten Sitzung am 11. Januar 2021 beschlossen werden.

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