Die Zahlen für den kommenden Haushalt wurden im Rathaus gewissenhaft durchgerechnet.
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Die Zahlen für den kommenden Haushalt wurden im Rathaus gewissenhaft durchgerechnet.

Ausgleich wohl erst 2024

Haushaltsentwurf der Stadt Schlitz: Corona trübt den Ausblick

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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Der Schlitzer Haushalt für das Jahr 2021 wird durch die Corona-Pandemie in Mitleidenschaft gezogen. „Es sieht nicht ganz so gut aus wie im Vorjahr“, berichtete Erster Stadtrat Willy Kreuzer (CDU) während der jüngsten Stadtverordnetensitzung. 

Schlitz - Der Ergebnishaushalt 2021 wird mit einem Fehlbetrag von 1,113 Millionen Euro geplant. Insgesamt sollen 19,466 Millionen Euro ausgegeben werden. Dem stünden 18,362 Millionen Euro geplante Einnahmen gegenüber. Trotzdem bestehe kein Grund, die kommunalen Steuern zu erhöhen. Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer sollten ihre gewohnten Sätze behalten.

Allerdings, so Kreuzer, wenn man die Verluste beispielsweise über die Grundsteuer B wieder hätte ausgleichen wollen, wären die Steuern für bebautes Gelände um das Doppelte gestiegen. Ohnehin, so merkte Kreuzer an, sei die Steuerentwicklung schwer kalkulierbar. Laut Prognosen werde es einen ausgeglichenen Haushalt wohl erst wieder 2024 geben.

Haushaltsentwurf der Stadt Schlitz: Corona trübt den Ausblick

Investiert werden soll auch: die kostspieligsten Vorhaben sind dabei der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Üllershausen/Hartershausen (484.500 Euro), die innere Erschließung des ehemaligen Brauereigeländes (415.000 Euro) sowie Projekte im Rahmen des Städtebauförderungsprogramm ISEK (3 Millionen Euro). Diese Ausgaben seien im Zusammenhang mit der inneren Erschließung des Brauereigeländes zu sehen. Die Vorplanungen seien jedoch nicht förderfähig.

Zufriedener blickte der Erste Stadtrat auf die Zahlen für die städtischen Werke: „Hier sieht es besser aus“. Dort stehen 11.177.270 Euro an Erträgen 10. 970.664 Euro an Aufwendungen gegenüber. Elektrizitätswerk, Wasserwerk und Abwasser werfen jeweils satte Gewinne ab, und auch der Bauhof kann leicht punkten. Lediglich beim Freibad rechnet man mit Verlusten von 387 310 Euro. Zusätzliche Belastungen würden durch die Umsetzung von Hygienemaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie im Bad erwartet.

„Bauliche Instandhaltung dient der Sicherung unserer Infrastruktur“, betonte Kreuzer. Verabschiedet werden soll der Haushalt in der ersten Stadtverordnetensitzung im neuen Jahr am 11. Januar.

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