Die Tennisplätze am Karlshof interessieren CDU und FDP.
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Die Tennisplätze am Karlshof interessieren CDU und FDP.

Wünsche, Forderungen und Anfragen

Von der Eisbahn bis zur Downhill-Strecke: Was sich die Schlitzer Stadtverordneten wünschen

Wünsche, Forderungen und Anfragen der einzelnen Fraktionen werden auch die Stadtverordnetensitzung am Montag prägen. Baumaßnahmen hat die CDU im Blick, Sport und Freizeit interessieren besonders SPD und FDP, und die BLS sorgt sich vor allem um die Umwelt.

CDU-Fraktion

Schlitz - Die CDU richtet ein besonderes Augenmerk auf die schadhaften Straßen. Sie will den Magistrat beauftragen, die Schlaglöcher, defekte Bordsteine und Gehwegschäden zu erheben und in einer Prioritätenliste - getrennt nach Ortsteilen und Kernstadt festzuhalten. Den Fraktionen soll diese Liste zur Verfügung gestellt werden. Für die kommenden Haushaltsjahre ist die Liste mittels des eigenen „Schlaglochprogrammes“ abzuarbeiten. Hierbei sollen die vorhandenen Haushaltsmittel immer zwischen den Ortsteilen und der Kernstadt je zur Hälfte aufgeteilt werden. Die Schlitzerländer Ortsbeiräte hätten wiederholt den Wunsch geäußert, die Schlaglöcher beziehungsweise defekten Bordsteine zu erneuern. 

 Die Einrichtung einer Eisbahn zur Weihnachtszeit könnten sich die Christdemokraten gut vorstellen. Im letzten Jahr konnte man in Alsfeld sehen, welchen positiven Effekt so eine Eisbahn für einen Weihnachtsmarkt hat. In Schlitz sollte diese Eisbahn jedoch unabhängig vom eigentlichen Weihnachtsmarkt geplant und aufgebaut werden. Natürlich müssten in Zeiten der Corona-Pandemie die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Die CDU bittet um Prüfung, ob dieses Projekt umsetzbar sei. 

Zudem drängt die Fraktion darauf, mit allen dem Magistrat gegebenen Möglichkeiten gegen eine Stromtrasse durch das Schlitzerland vorzugehen. Über die jeweiligen Maßnahmen solle immer zeitnah im Bau- und Siedlungsausschuss berichtet werden.

Wissen möchte die CDU, wie der Sachstand der Normenkontrollklage Teilregionalplan Wind ist, wem die Tennisplätze am Karlshof gehören und ob es Nutzungspläne für diese gebe und wie es um die Versetzung der Straßenlampe am DGH Hemmen an der Feuerwehrzufahrt stehe.

SPD-Fraktion

Die SPD will den Magistrat beauftragen, in Zusammenarbeit mit HessenForst am Tempelberg und am Sängersberg eine Downhill-Strecke auszuweisen. Begründet wird dies vor allem mit dem aktuellen Fahrradboom und dem Bewegungsdrang der Menschen in Corona-Zeiten.

Auch kann sich die SPD einen Trimm-Dich-Pfad rund um Ziegeleiwäldchen, Jubiläumslinde, In der Au, Knittelteich und Schlosspark vorstellen. Hierzu soll der Magistrat beauftragt werden, die Kosten zu ermitteln.  

Aber auch für Menschen mit Gehbehinderung soll gesorgt werden. Für Rollstuhlfahrer und Rollatorennutzer könnten ebenfalls, ungefähr entlang der Strecke des angedachten Trimm-dich-Pfades, ein Wanderweg eingerichtet werden.

Zudem möchte die SPD gerne, dass ein Wettbewerb unter Studierenden einer hessischen Hochschule ausgelobt wird, bei dem die Zukunft des Geländes des frei werdenden Geländes der IGS ausgelotet werden soll.

Für Ärger sorgt bei der SPD die Vermüllung und Vandalismus an bestimmten besonders stark frequentierten freien Plätzen im Schlitzerland wie dem Pfordter See. Hier möchten die Sozialdemokraten weitere Informationen unter anderem darüber, welche Maßnahmen der Magistrat gegen dieses Übel ergriffen hat.  

FDP-Fraktion

Laut FDP solle der Magistrat beauftragt werden, zeitnah und in Absprache mit den Verantwortlichen der Abteilung Volleyball der TSG Schlitz zu prüfen, ob die Tennisplätze am Karlshof zu Beachvolleyballplätzen umgerüstet oder um solche erweitert werden können. Sollte der Magistrat bereits andere Vorstellungen zur Weiternutzung des Areals entwickelt haben, sollte man der Abteilung Volleyball ein anderes, geeignetes Gelände anzubieten. Die FDP argumentiert, dass sich die Mitglieder der Abteilung Volleyball der TSG Slitisa e.V. Schlitz schon seit 2017 mit der Errichtung einer Beachsportanlage in Schlitz stark machten. Zudem wünscht sich die FDP, die Gipfelkreuze der Berge im Schlitzerland in Absprache mit den entsprechenden Waldbesitzern dahingehend zu überprüfen, ob sie ausreichend mit Sitzgelegenheiten für Wandernde ausgestattet sind. Nötigenfalls seien entsprechende Möglichkeiten zu schaffen oder auszubauen. 

Zusätzlich sollen alle Gipfelkreuze bei Google Earth markiert werden, um Menschen, die sich bei ihren Wanderungen im Schlitzerland an ihren Smartphones orientieren, die Möglichkeit zu geben, die Gipfelkreuze dort zu finden. 

BLS-Fraktion

Die BLS sieht an der Einmündung des Weges zum Karlshof an der L 3141 zwischen Bernshausen und Schlitz eine Gefahrenstelle, die entschärft werden müsse. Die gerade und übersichtliche Strecke der L 3141 zwischen Bernshausen und Schlitz nach dem Passieren des Kurvenbereiches am Bernshäuser Sumpf lade zum Fahren mit hoher Geschwindigkeit ein. Landwirte aus Bernshausen hätten aber darauf hingewiesen, dass sie bei der Fahrt insbesondere mit ihren Traktoren auf dieser Strecke, sofern sie in Richtung Karlshof abbiegen wollen, sehr oft durch überholende schnelle Fahrzeuge in gefährliche Situationen gerieten. Zudem will die BLS wissen, bis wann Grünstromanlagen gefördert würden und ob die Stadtwerke planten weiterhin Grünstrom abzunehmen. 

Außerdem ist die BLS interessiert daran, in wie weit die von ihr angeregte Schulung städtischer Mitarbeiter über die Vegetation am Wegesrand gediehen ist. Dabei könnten die Bediensteten lernen, giftige Pflanzen zu erkennen. bg

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