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Schlitzer mit Eröffnungsbilanz zufrieden

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Schlitz - Hans-Jürgen Schäfer (CDU) ist die Freude anzumerken. Der Schlitzer Bürgermeister ist froh über die Zahlen der städtischen Eröffnungsbilanz zum Stichtag 1. Januar 2009.

Diese Bilanz kann sich sehen lassen. Davon ist Hans-Jürgen Schäfer überzeugt. Nicht nur die Gesamtsumme von knapp 41 Millionen Euro ist für ihn "eine schöne Geschichte". Mit 46,44 Prozent "ist die Eigenkapitalquote relativ hoch und die absolute Zahl von knapp 19 Millionen Euro ist im Vergleich mit anderen Kommunen gut", erläutert er. Direkt vergleichbar sind die Zahlen allerdings nicht. Der Grund: Schlitz hat Teile seines Vermögens – und der Schulden – ausgelagert in den Eigenbetrieb Stadtwerke. Dieser taucht als Beteiligung an einem verbundenen Unternehmen mit knapp 7,5 Millionen Euro in der Eröffnungsbilanz auf. Bei einer Bilanzsumme 2012 von 21,4 Millionen Euro haben die Stadtwerke eine Eigenkapitalquote von 23 Prozent. Die Verbindlichkeiten lagen bei "rund 14 Millionen Euro. In der Hauptsache für den Kanal", sagt der Bürgermeister.

Natürlich hat die Stadt selbst auch Verbindlichkeiten. Diese betrugen zum Stichtag Anfang 2009 etwa 6 Millionen Euro. Seither hat sich nichts grundlegend geändert: "In den letzten sieben Jahren haben wir keine neuen Kredite aufgenommen, außer jenen für die Konjunkturprogramme", betont Schäfer.

Im Bereich der Infrastruktur zeigt die Eröffnungsbilanz der Stadt Schlitz einige Besonderheiten. Dass aufgrund der großen Zahl an Stadtteilen die Bürgerhäuser (insgesamt 16) und die Feuerwehrgerätehäuser (ebenfalls 16) einen großen Teil des Vermögens darstellen, liegt auf der Hand. Als flächenmäßig drittgrößte Stadt in Hessen fällt aber eine andere Zahl auf: Die Gemeindestraßen einschließlich der Wirtschaftswege haben einen Wert von 7,9 Millionen Euro. Hinzu kommen – bedingt durch die Lage mit zwei Flüssen – etliche Brückenbauwerke. Dass diese mit insgesamt lediglich gut einer halben Million Euro bilanziert sind, lässt den anstehenden Investitionsbedarf erahnen.

Im Vergleich zu anderen Kommunen und angesichts der Größe des Schlitzerlandes erstaunt eine weitere Zahl: Der Stadtwald ist lediglich 522 000 Euro wert. Dahinter verbergen sich "rund 80 Hektar, die auf 50 Parzellen verteilt sind".

Dass die Eröffnungsbilanz der Stadt erst gut fünf Jahre nach dem Stichtag den Prüfvermerk des Revisionsamtes erhalten hat, liegt aus Sicht des Rathauschefs vor allem an der Aufsichtsbehörde. Schließlich sei die Bilanz bereits im Dezember 2011 eingereicht worden. "Das ist ein relativ langer Zeitraum für die Prüfung", betonte Schäfer kürzlich vor der Stadtverordnetenversammlung.

Und mit Blick auf die Prüfungsgebühren von 35.800 Euro meinte er: "Das hängt damit zusammen, wie geprüft und wie gründlich geprüft wird. Wenn testierte Abschlüsse der Kornbrennerei noch mal geprüft werden, wird es halt noch mal teurer." Die Stadt selbst habe dagegen viel Geld gespart, weil die Bilanz komplett von der eigenen Finanzverwaltung erarbeitet worden sei.

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