Der deutsche Journalist und Autor Florian Illies. Foto: Jan Woitas/Archiv

Der Schlitzer Florian Illies erhält den Börne-Preis

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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- Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der in Schlitz geborene Schriftsteller und Journalist Florian Illies (42) erhält den Ludwig-Börne-Preis 2014. Illies verbinde die Kunst der Beobachtung mit wachem analytischen Blick und gewinne daraus überraschende Perspektiven auf unsere Welt, begründete Preisrichter Martin Meyer nach Mitteilung der Ludwig-Börne-Stiftung von Dienstag in Frankfurt die Wahl.

Illies' aktuelles Buch "1913", mit dem er ein Panorama des Jahres vor Beginn des Ersten Weltkriegs zeichnet, steht seit Monaten auf der Bestsellerliste. Ein durchschlagender Erfolg war auch sein Erstling "Generation Golf" (2000). Als Kulturredakteur in der "FAZ", Mitgründer der Kunstzeitschrift "Monopol" oder als Feuilletonchef der "Zeit" - Illies ist Fachmann für Bildende Kunst, er forschte über den Geschmackswandel des 19. Jahrhunderts.

Der Börne-Preis für Essays, Kritik und Reportagen wird seit 20 Jahren vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Namensgeber ist der Schriftsteller Ludwig Börne (1786-1837), der als Begründer des politischen Feuilletons gilt. Zu den früheren Preisträgern zählen Bundespräsident Joachim Gauck und der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, im vergangenen Jahr war der Philosoph und Essayist Peter Sloterdijk ausgezeichnet worden.

Erste journalistische Erfahrungen erwarb Illies übrigens beim "Schlitzer Boten", seinem Heimatblatt, in den frühen 90er Jahren volontierte er bei der Fuldaer Zeitung. Dann begann der heute 42-Jährige seine Erfolgsgeschichte.

Illies studierte Kunstgeschichte in Bonn und Oxford und wurde 1997 Feuilletonredakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". 1999 bis 2001 leitete er die "Berliner Seiten" der FAZ, anschließend war Illies Feuilletonchef der neu gegründeten "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er war Mitbegründer der Kunstzeitschrift "Monopol" und ihr Herausgeber. 2008 wechselte er zur Wochenzeitung "Die Zeit" und wurde Ressortleiter Feuilleton und Literatur.

Seit 2011 ist Illies Teilhaber des Berliner Auktionshauses "Villa Grisebach" und dort für die Kunst des 19. Jahrhunderts verantwortlich.

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