Die Kindergartenkinder unserer ausländischen Mitbürger haben sich in der Kindertagesstätte Schlossgartenweg bereits gut eingelebt. / Foto: Sigi Stock

Schlitzer Kindergärten: Flüchtlingskinder wurden gut aufgenommen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Seit Montag werden mehrere Kinder von Flüchtlingsfamilien in den Schlitzer Kindergärten betreut. Fünf Mädels und Jungs sind im Schlossgarten-Kindergarten, fünf im Dieffenbach-Kindergarten, zwei Kinder sind im Waldorfkindergarten und eines im Quecker Kindergarten.

Die Eltern brachten die Kinder um halb neun in die Einrichtungen, bevor sie anschließend zum Deutschunterricht gingen.

Die Kindergartenmitarbeiterinnen, die den Besuch der Kinder aus den Flüchtlingsfamilien zusammen mit Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer gründlich vorbereitet hatten, waren für diesen ersten Tag gut vorbereitet, so dass sich keine Probleme ergaben und alles normal verlief.

Nach zwei Tagen schon fast Routine

Natürlich war das für die neuen Kinder alles ungewohnt und spannend; mit großen Augen wurde alles bestaunt und Stück für Stück erkundet. Das größte Problem ist natürlich die Sprache, aber Kinder sind da recht unkompliziert und lernfähig.

Am zweiten Tag klappte fast alles schon routinemäßig und die neuen Kleinen marschierten selbständig in ihre Gruppen. Schön ist auch, dass alle Kinder auch im Kindergarten zu Mittag essen und so unsere Esskultur kennenlernen.

Aufnahmepraxis der Kindergärten nicht betroffen

Monika Bully und Sigrid Steube, die Leiterinnen der Kindergärten, zeigten sich zufrieden, wenngleich sie auch zugeben, dass für alle Mitarbeiterinnen erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um alles zu schaffen. Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer überzeugte sich selbst vor Ort von den Eingliederungsbemühungen und war sehr zufrieden.

Da in Schlitz immer wieder Gerüchte in die Welt gesetzt werden, legt der Bürgermeister Wert darauf, dass die normale Aufnahmepraxis in den Kindergärten von dem Besuch der Flüchtlingskinder nicht betroffen ist. Im Klartext: Es muss kein Kind zuhause bleiben, weil jetzt zusätzlich Kinder von Flüchtlingen betreut werden. Die Kosten für die Betreuung der Flüchtlingskinder übernimmt, so der Bürgermeister, das Jugendamt des Kreises. / sigi

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