Die Kläranlage ist ein florierender Teil der Schlitzer Stadtwerke.
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Die Kläranlage ist ein florierender Teil der Schlitzer Stadtwerke.

Vorbereitungen eingeleitet

Blick in die Fördertöpfe: Schlitzer Stadtverordnetenversammlung zu Freibad und Kläranlage

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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Ein Bekenntnis zum Weiterbestand des Freibades legte die Stadtverordnetenversammlung während ihrer jüngsten Sitzung im Konzertsaal der Landesmusikakademie ab. 

Schlitz - Als Sprecher des HFWA empfahl Gerald Gottwald (CDU) die Zustimmung zur Sanierung des Freibades. „Das Thema beschäftigt uns ja schon lange“, erklärte er. Es ging dabei wohl auch darum, Gerüchten über eine endgültige Schließung der Sportanlage entgegenzuwirken.

Für die entsprechenden Planungen sollten nach den Worten des Ersten Stadtrats Willy Kreuzer die entsprechenden Vorbereitungen umgehend eingeleitet werden. Die Planung wird von der Hessenkasse finanziert. Es müsse ganz neu geplant werden, auch in finanzieller Hinsicht, da die Architektenhonorare um 15 bis 20 Prozent angestiegen seien. Die Planungskosten werden alleine schon auf 960.000 Euro geschätzt.

Sanierung des Freibads: Eigenanteil der Stadt Schlitz würde bei 55 Prozent liegen

Da die Gesamtsumme der Sanierung so hoch sei, müsse zudem europaweit ausgeschrieben werden. Dafür brauche es einen Vorlauf von sechs Monaten, erläuterte Stadtrat Kreuzer. Mittel aus dem SWIM-Programm des Landes seien schon beantragt.

Frank Döring hoffte für die SPD auf einen einstimmigen Beschluss, um ein eindeutiges Zeichen für den Weiterbestand des Freibades zu setzen. „Wir brauchen ein Schwimmbad“, bekräftigte auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Kevin Alles, aber man habe auch sonst im Haushalt viel vor: „Das wird spannend für die nächsten Jahre“. Alle 25 anwesenden Stadtverordneten segneten den Grundsatzbeschluss ab.

Weitere Mittel für das Freibad erhofft sich die Stadtverordnetenversammlung zudem aus der Teilnahme an dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur. Hier könnte Geld für die Modernisierung und energetische Sanierung des Bades freigeschlagen werden. Der Eigenanteil der Stadt würde dann bei 55 Prozent liegen.

Klärwerk in Schlitz - Wie steht es um die Phosphatrückgewinnung?

Weitere Einnahmen winken den Stadtwerken: sie werden nach dem Willen der Stadtverordnetenversammlung einen Vertrag mit der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH abschließen, die im Klärwerk Schlitz Speisefett- und Speiseölmischungen einer Weiterverwertung zuführen wollen. Die CDU wollte zum Thema Klärwerk auch einen Überblick über den Sachstand bei der Phosphatrückgewinnung haben.

Kreuzer berichtete, dass das Land die Rückgewinnung von Phosphat aus Klärschlamm fördere und auch für Schlitz grünes Licht gegeben habe.

Mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie wird die TransMIT GmbH aus Gießen beauftragt, eine Gesellschaft, an der die Universitäten Gießen und Marburg, die Technische Hochschule Mittelhessen und die IHK Gießen-Friedberg beteiligt sind. Diskutiert wurde auch auf Anfrage der CDU die Einrichtung einer Videokamera im Schlosspark. Kreuzer verwies auf die Notwendigkeit einer detaillierten Voranalyse der Gefahrenlage. „So einfach ist es nicht, eine Videokamera aufzuhängen“. Auf die Frage von Sven Völzke (SPD), inwieweit und was für Jugendliche statistisch an den Irritationen im Schlosspark beteiligt seien, sagte Kreuzer: „In Schlitz ist statistisch kaum etwas festgestellt“.

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