Ein vertrautes und lang entbehrtes Bild: Karlheinz Hohmeier am Zapfhahn
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Ein vertrautes und lang entbehrtes Bild: Karlheinz Hohmeier am Zapfhahn.

In Zukunft jeden Freitag

Das Smuggler‘s Inn ist zurück - Kultkneipe öffnet wieder

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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Mehr Kult geht kaum: Das Smuggler’s Inn in Ützhausen hat seit dem Wochenende jetzt planmäßig jeden Freitag geöffnet. Der Besuch war besser, als ihn Wirt Karlheinz Hohmeier erwartet hatte. 

Ützhausen - Von Abba bis Zappa – dieses Alphabet buchstabiert DJ Gerhard schon seit über 40 Jahren durch. Jetzt, nach monatelanger Pause, war der Haus-DJ des Smuggler’s Inn recht froh, wieder die guten alten Rock- und Pophymnen aus den 70er bis 90er Jahren zu Gehör bringen zu können. Wo bekommt man heutzutage schon T-Rex oder gar die Heroes del Silencio zu hören? Eher nicht bei den heimischen selbsternannten Hitradios. Nicht umsonst hat „Ütze“ einen Ruf weit über die Kreisgrenzen hinaus; auch aus benachbarten Regionen waren ausweislich der Autokennzeichen auf dem Parkplatz Fans erschienen.

Die Besucher waren jedenfalls sichtlich dankbar und fröhlich, wieder in den rustikalen Mauern in „Ütze“ feiern zu können. Wobei es ganz so ausgelassen gar nicht zugehen durfte. Lediglich 100 Besucher ließ Wirt Karlheinz Hohmeier nach Absprache mit den Ordnungsbehörden in seine Gaststätte ein, und die waren am Freitagabend auch alle gekommen. „Ich hätte nicht mit so vielen gerechnet“, meinte Hohmeier, der allerdings auch den einen oder anderen Stammgast vermisste: „Die sind vielleicht noch etwas ängstlich“.

Smuggler‘s Inn in Ützhausen: Jetzt wieder jeden Freitag geöffnet

Dafür gab es aber keinen Grund, denn Hohmeier hatte den Gästebereich nach außen erweitert und ein Zelt aufgebaut, in dem die Gäste nicht nur mit alten Hits, sondern auch mit frischer Luft auftanken konnten. Ansonsten waren Maskenpflicht und Abstandhalten in den notwendigen Fällen quasi „Knigge“. Getanzt werden sollte nicht. Das Smuggler’s Inn, das nach Möglichkeit nun wieder jeden Freitag geöffnet haben soll, wie Hohmeier erklärt, firmiert vorerst nicht mehr als Rockdisco, sondern als Musikbar.

Manche Besucher störten sich allerdings an dem Pressefotografen, der sich mehrfach rechtfertigen musste, nicht der „Kontroletti“ vom Amt zu sein. Sein Vorhaben, seine Gäste mit kolloidalem Silber gegen die Corona-Krankheit zu stärken, machte Hohmeier aus Zeitgründen an diesem Abend nicht wahr. Stattdessen rief er an dem Abend zum Verzehr von Zwiebeln auf, was ebenfalls dem Immunsystem zugute käme. Nach dem kolloidalen Silber, auf das Hohmeier als Heilmittel schwört, hätten ohnehin nur eine handvoll Frauen gefragt. Sie vermuteten dahinter aber einen neuen Schnaps.

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