Der 7. Sonntag der Musik war den ganzen Sonntag über sehr gut besucht. / Foto: Sigi Stock

7. Sonntag der Musik präsentiert sich als Programm für die gesamte Familie

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Auch der dritte Festtag, der „Sonntag der Musik“ wurde zu einem Supertag. Die Sonne schien, und auch das Programm war familienfreundlich zusammengestellt. Jede Altersklientel, jung oder alt, Mann oder Frau, fand, was zu ihr passte.

Von unserer Mitarbeiterin Sigi Stock

Begonnen wurde der Sonntag wie immer mit einem Open-air-Gottesdienst, den Erika Wunsch hielt. Dieser stand unter dem Motto „Tu dir mal was Gutes“. Für manche Menschen sind es fünf Minuten der Stille am Tag. Minuten, in denen sie Gott ihren Becher hinhalten, um ihn füllen zu lassen. Alle anderen Stimmen sollen einmal schweigen, auch die Stimmen in uns selbst, bis nur noch Gottes Stimme übrig bleibt.

Für andere ist es ein Spaziergang im Wald. Durch den Rhythmus der Schritte innerlich zur Ruhe kommen, die Natur wahrnehmen, für Gott offen werden und wach sein. Es gibt viele Arten, Jesus den Becher hinzuhalten - das muss jeder für sich selbst herausfinden. Aber es wird immer um diese innere Bewegung gehen: offen werden, empfangen, sich beschenken lassen.

„Tu dir mal was Gutes“ kann deshalb auch heißen: Tu mal nichts! Sei einfach nur da! Und spüre: Du bist mitten drin im Fest. Ja, du selbst bist ein Teil des Festes! Ein Anspiel von den beiden Theatermitgliedern Käthe Wildner und Jochen Böttcher zeigte, dass auch im Urlaub immer wieder in den gleichen Trott verfallen wird! Die musikalische Gestaltung lag in den Händen des Kirchenchores „Laudate“, Leitung Annette Schulz und des Posaunenchores der evangelischen Kirchengemeinde unter Günter Hohmeier. Lothar Behounek moderiert

Gleichzeitig wurde an diesem Tag auch das 15-jährige Bestehen des Fördervereins begangen. Seit 2001 unterstützen die Freunde und Förderer der Hessischen Akademie für musisch-kulturelle Bildung die kulturelle Bildungsarbeit der Landesmusikakademie Hessen Schloss Hallenburg ideell, materiell und finanziell. Unter den Mitgliedern haben sich neben Institutionen und Verbänden des Musiklebens auch Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie musikinteressierteBürger zusammengefunden.

Die Mittel des Vereins werden der Landesmusikakademie Hessen für den Bildungsbetrieb, für Konzerte, Veranstaltungen und Projekte sowie für die Beschaffung von Instrumenten, Technik, Akustikelementen etc. zur Verfügung gestellt. Anschaffungen, die bereits durch den Förderverein verwirklicht wurden: Akustik-Wände und Akustik-Vorhänge, Bühnenpodeste und -Vorhang, diverse Instrumente, Moderatorenkoffer, Flipcharts, Pinnwände, Multimedia-Station, Videorekorder, die Finanzierung der Stelle FSJ Kultur und vieles mehr.

Nach dem Gottesdienst startet nahtlos das Musikprogramm. Die Moderation des gesamten Nachmittages lag in den bewährten Händen des Direktors der LMAH, Lothar Behounek. Im Rahmen seiner Begrüßung übermittelte er auch die Grüße des verhinderten Stadtoberhauptes Hans-Jürgen Schäfer. Den Auftakt übernahm der Pfordter Chor „Alles in Takt“ unter seiner Dirigentin Susanne Behounek mit Folklore, Gospels, Hits, weltlichen und geistlichem Repertoire.

TVK-Gruppen mit Spaß dabei

Es schloss sich der Barde Michael mit hintergründigem und ironischem Liedgut an. Ohne große Pause setzte sich das Programm mit böhmisch-mährischer Blasmusik, gepielt von der Formation „Rhöner bmb“ fort. Die Musiker verstanden es, die gute Laune auf die Besucher zu übertragen.

Etwas ruhiger ging es derweil im Gartensaal der LMAH zu. Susanne Behounek und ihre Schüler der „Musikoase“ zeigten am Klavier ihr Können. Mucksmäuschenstill wurde von den Eltern, Opa, Oma und Geschwistern gelauscht.

Auf der Bühne des Parks formierten sich indessen 40 Schüler der Dieffenbachschule um ihre Lehrerin Susanne Weidmann, der Schulchor. Die Jungs und Mädchen sangen „Unsere Schule hat keine Segel“, „Im Lande Zimbi“, „Nessaja aus Tabaluga“, „Die zwei kleinen Wölfchen“ und „Alte Schule altes Haus“.

Von der Musik zum Tanz. Hierzu gehörte der Auftritt der TVK Minis, der Nachwuchs ist im Alter von zweieinhalb bis sechs Jahren. Es ist gar nicht so einfach eine Rasselbande im Griff zu halten. Aber man sieht, es macht den Lütten unheimlich viel Spaß. Auch beim nächsten Auftritt, die TVK-Jugendgruppe, ist es sichtbar, dass kein Nachwuchsmangel beim TVK besteht.

Munizipalorchester aus Sergijew Possad begeistert

Zum letzten Punkt der musikalischen Auftritte sei gesagt, sie gehörten beide zum Höhepunkt. Zum Einen die Concert Band aus Fulda, Sie wurde erst im vergangenen Jahr gegründet und zeigte bereits eine sehr beachtliche Leistung. Das iTüpfelchen setzte das Munizipalorchester aus Sergijew Possad. Mit Jazz, russischen Volksliedern, Rock /Popp, Arien aus Opern (Zauberflöte, Ohrwürmern aus Operretten) begeisterten nicht nur die Musiker, sondern auch die beiden Gesangssolisten das Publikum.

Als Rahmenprogramm rund um das Schloss konnten die Besucher an den Ständen des Kunsthandwerkermarkermarktes sich die Zeit vertreiben, sie boten Köstlichkeiten, Schmuck florale Dekoartikel, Keramik , Honig, Seifen und andere Geschenke. Für die kleinen Besucher wartete Kinderschminken und eine große Spielwiese auf sie. Für das leibliche Wohl war auch an diesem dritten Festtag bestens gesorgt. / sigi

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