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Stadtwerke weiter mit gutem Plus: Abwasserbeseitigung bleibt Umsatzbringer, Freibad Sorgenkind

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SCHLITZ - Die Stadtwerke Schlitz wirtschaften erfolgreich. Auch für das kommende Jahr rechnet die Stadt mit einem Gewinn in diesem Bereich in Höhe von 203 997 Euro.

Von unserem Redaktionsmitglied Bernd Götte

Durch die Decke gehen die Einnahmen aus der Klärschlamm- und Abfallverwertung. Schlugen dort 2019 noch 90.832 Euro zu Buche, rechnen die Fachleute jetzt mit einem mehr als doppelt so hohen Betriebsgewinn von 194.889 Euro. Da lässt es sich gut investieren: Mit den erwarteten Gewinnen im Kreuz gehen die Stadtwerke im Abwasserbereich wichtige Maßnahmen wie die Erschließung des Gewerbegebiets in Hartershausen (400.000 Euro), die Errichtung eines zweiten Blockheizkraftwerkes (250.000 Euro) und die Ertüchtigung der Biologie im Klärwerk Schlitz (200.000 Euro) an.

Gewinnstrom beim Elektrizitätswerk

Ein Gewinnstrom in Höhe von 446.264 Euro ist auch beim Elektrizitätswerk zu verzeichnen. Dies ist allerdings auch der Erhöhung der Strompreise um 4,8 Prozent geschuldet. Allerdings haben die Stadtwerke auch sechs Jahre lang keine Strompreise angehoben, was nach ihrer Auskunft ein „Alleinstellungsmerkmal in der Region“ sei. Der Grünstromanteil liegt in Schlitz bei 70 Prozent und soll weiter ausgebaut werden. „Die Stadtwerke Schlitz positionieren sich als klimafreundlicher Anbieter“, heißt es im Wirtschaftsplan. Auch der Ausbau der intelligenten Messsysteme steht weiter auf der Agenda. Investiert werden sollen 365.000 Euro.

Investitionsschwerpunkte sind laut Bericht die Erneuerung der Verteilungsanlagen der Lebensgemeinschaft Richthof mit 150.000 Euro und der Neubau einer Ortsnetzstation für die zukünftige Versorgung des Stadtgebietes und des Brauereigeländes mit 35.000 Euro.

Auch Gewinn bei der Wasserversorgung

Auch in der Wasserversorgung streichen die Stadtwerke einen Gewinn ein in Höhe von 3387 Euro. Eigentlich sollten sich auch schon in diesem Jahr die Wasserpreise ändern, aber aufgrund der schlechten Personalsituation konnte eine Neukalkulation noch nicht durchgeführt werden. Investiert werden soll im Wasserbereich 340.500 Euro. Davon fallen – wie in den Bereich Abwasser auch – Erschließungskosten für das Neubaugebiet „Im Märzfeld“ in Willofs an. Diese betragen im Abwasserbereich 167:000 und bei der Wasserversorgung 78.000 Euro. Für die Wasserversorgung in der Kernstadt Schlitz, wo die Infrastruktur im Bereich der L3140 erneuert werden soll, sollen 150.000 Euro fließen. Für den Tiefbrunnen Hemmen sind 85.000 Euro vorgesehen.

Verluste beim Bauhof

Verluste wird wohl der Bauhof einfahren, und zwar in Höhe von 44.475 Euro. Allerhand kleinere Investitionen summieren sich dem gegenüber auf 48 847 Euro. Aus dem städtischen Haushalt soll der Bauhof für seine Leistungen mit gut einer Millionen Euro vergütet werden. Zudem werden die übrigen Betriebszweige der Stadtwerke aufgefordert, die Leistungen des Bauhofes stärker in Anspruch zu nehmen.

Beim Freibad erwartet der Magistrat dieses Jahr 396 598 Euro Verlust. Erwartet wird ein Erlös aus den Eintrittskarten in Höhe von 70.000 Euro.

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