Georg Eichenauer hat in seinem „Wartezimmer” derzeit eher mehr Zeit zum Lesen.
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Georg Eichenauer hat in seinem „Wartezimmer” derzeit eher mehr Zeit zum Lesen.

Arbeiten auf dem Hinterturm

Tourismus in Schlitz: Turmführer Georg Eichenauer hat derzeit weniger zu tun

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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Wie läuft der Tourismus in Schlitz in der Corona-Pandemie? Wenn einer den besten Überblick hat, dann ist es Turmführer Georg Eichenauer. Auf die Besteigung der zu Adventszeiten größten Kerze der Welt möchten nur wenige Besucher verzichten.

Schlitz - Der 81-jährige Eichenauer ist schon seit über 20 Jahren der Führer auf den Hinterturm. „Dieses Jahr ist es ruhiger“, hat er in der Corona-Pandemie beobachtet. Aber Eichenauer weiß auch, dass die Übernachtungsmöglichkeiten in der Umgebung derzeit eingeschränkt sind.

Die Ferienwohnungen in der Hinterburg und die Zimmer der Schachtenburg stünden derzeit nicht für Besucher zur Verfügung. Am Freitag, 17. Juli, konnte sich Eichenauer aber über Zuspruch nicht beklagen.

Für Turmführer Georg Eichenauer ist Arbeitsalltag auf Hinterturm aktuell ein bisschen langweiliger

Mehrere Pärchen besuchten den Turm, mehr als zwei Erwachsene sollen ohnehin nicht in den Fahrstuhl, es sei denn sie sind miteinander verwandt oder Mitglieder desselben Haushaltes. In diesen Fragen wie auch mit der Mund-Nasen-Bedeckung ist Eichenauer streng.

„Wer die nicht dabei hat, wird nicht mitgenommen“. Und wenn er Zweifel hat, ob eine Gruppe tatsächlich zusammengehört, dann lässt er sich auch schon mal die Ausweise zeigen. Der Arbeitsalltag in Corona-Zeiten ist für ihn ein bisschen langweiliger als in den Vorjahren „Manchmal geht die Zeit nicht rum“.

Aber er kann sich in seinem Stübchen im Turm auch seinen Hobbys widmen. Dort liest er gerne Märchen und Sagen. Oder er reinigt den Vorplatz des Turms und sorgt dafür, dass der beeindruckende Bau auch ein entsprechendes Entree erhält.

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