In 2013 sind die Übernachtungszahlen in Schlitz um 18 Prozent gestiegen. Foto: Diehl

Übernachtungszahlen in Schlitz sind gestiegen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

SCHLITZ - In den letzten Wochen konnte man vermehrt lesen, dass die Übernachtungszahlen in Hessen im Jahre 2013 noch einmal deutlich angestiegen sind und der Tourismus in Hessen boomt.

Dies hängt natürlich in erster Linie an der internationalen Drehscheibe Frankfurt mit dem Flughafen zusammen. Aber auch "Rest-Hessen" hat zunehmenden touristischen Zuspruch.

In Schlitz hat die Zahl der Ankünfte 2013 erneut zugenommen, und zwar um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sie betrugen 15.920. Die Zahl der Übernachtungen stieg auf fast 35.000, was eine Steigerung um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist.

Die Zahl der Übernachtungen ist damit in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent gewachsen.

In den Übernachtungszahlen sind rund 23.000 Übernachtungen der Landesmusikakademie enthalten, was die Bedeutung der Landesmusikakademie für die Stadt Schlitz sehr eindrucksvoll unterstreicht.

Enthalten sind in diesen Zahlen nur die meldepflichtigen Betriebe. Das sind Betriebe mit zehn oder mehr Gästebetten.

Das bedeutet, dass die vielen Übernachtungen in den zahlreichen Ferienwohnungen, die es in Schlitz und Schlitzerland gibt, in diesen Übernachtungszahlen nicht enthalten sind. Die tatsächliche Übernachtungszahl wird deshalb noch um einige tausend höher sein.

Diese Zahlen untermauern, so Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer, sehr deutlich einerseits wie wichtig die Landesmusikakademie für Schlitz ist und andererseits, dass die touristischen Bemühungen der Stadt Erfolge zeigen.

Dies bedeutet, dass die Stadt Schlitz mit ihrer Strategie des "Event-Tourismus", d.h. Feste veranstalten und Gäste in die Stadt holen, genau richtig liege.

Das zweite Standbein sei der Radtourismus, der mittlerweile viele Gäste in die Stadt bringe. Auch hier könne man zufrieden feststellen, dass es in der Vergangenheit richtig gewesen sei, in den Ausbau der Radwege zu investieren.

In diesem Zusammenhang zeigte der Bürgermeister wenig Verständnis dafür, dass Teile der Kommunalpolitik, nämlich die SPD, dafür plädiere, Feste zu streichen.

Bei allen guten Zahlen müsse man auch die Schwachpunkte analysieren, erklärte Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer. So sei es ein herber Schlag, dass zurzeit das Hotel Vorderburg geschlossen habe.

Er stehe in Kontakt mit dem neuen Eigentümer und hoffe für das Hotel Vorderburg neue Zukunftsperspektiven entwickeln zu können.

In den regelmäßig stattfindenden Gesprächen mit dem Direktor der Landesmusikakademie, Lothar Behounek, erklärte dieser jüngst, dass die Landesmusikakademie an ihre Grenzen stoße bezüglich der Unterbringungsmöglichkeiten für die Akademiebesucher. Auch hier wolle man, erklärte Bürgermeister Schäfer, gemeinsam über Zukunftsperspektiven beraten und nach Lösungsmöglichkeiten suchen, heißt es in einer Pressemitteilung der Schlitzer Stadtverwaltung.

Das könnte Sie auch interessieren