Ungewohnte Klänge bei der musikalischen Vesper mit Orgel und Akkordeonorchester

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Queck/Rimbach - Zur dritten Musikalischen Vesper im diesjährigen Orgelherbst laden die Kirchengemeinden der Pfarrei Queck am kommenden Sonntag ein. In der Kirche zu Rimbach wird es um 18.30 Uhr ungewohnte Klänge zu hören geben.

Vor 140 Jahren erhielt die Rimbacher Kirche erstmals eine Orgel. Belegen lässt sich diese Tatsache durch einen Eintrag in der Pfarrchronik aus dem Jahr 1875: „Am 10. Sonntage p. Trinitatis, als(o) am 1. August, wurde die wiederhergestellte Kirche zu Rimbach eingeweiht. Die Wiederherstellung bestand darin, dass die Decke und die Wände neu angestrichen und der Fußboden neu geplättet wurde. Außerdem erhielt die Kirche neue Emporbühnen und eine Orgel, welche seither in der Kirche gefehlt hatte.“

Die Rimbacher Kirchengemeinde hatte für 360 Taler die defekte und vom Stadtilmer Orgelbauer Adam Eifert reparierte Orgel aus Nieder-Stoll gekauft. In Nieder-Stoll war die Orgel wohl im Jahr 1803 eingebaut worden. Als 1866 in der Nieder-Stoller Kirche eine umfangreiche Innenrenovierung durchgeführt wurde, übergab die Gemeinde ihre Orgel dem Orgelbauer Eifert zum Verkauf. Von ihm erwarb, trotzt vielerlei Bedenken, die Rimbacher Kirchengemeinde die Orgel, die noch heute ihren Dienst in der Kirche tut.

Die Rimbacher Orgel wird bei der musikalischen Vesper von Elke Turba gespielt, die als Organistin sonst in der Sandlofser Kirche beheimatet ist. Elke Turba gehört auch als Akkordeonspielerin dem Akkordeonorchester der Jugendmusikschule Schlitz an und hat das Orchester zur Mitwirkung bei der Vesper gewonnen.

„Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“

Seit mehr als 30 Jahren besteht das Akkordeonorchester der Jugendmusikschule Schlitz. Das Orchester ist durch zahlreiche Auftritte in Schlitz und Schlitzerland gut bekannt. Einige der 15 Orchestermitglieder kommen aus der Musikschule in Schlitz, aber auch Musiker von außerhalb sind in dieser Gruppe aktiv.

Musikalischer Leiter des Orchesters ist seit seiner Gründung Dieter Freudenreich, in dessen Händen auch die Leitung der kommunalen Musikschule liegt. Einmal wöchentlich treffen sich die Orchestermitglieder zur Probe. Zum Repertoire des Orchesters gehören Potpourris mit bekannten Evergreens, russische Weisen und klassische Kompositionen.

Die Orgelwerke, die Elke Turba ausgesucht hat und die Beiträge des Akkordeonorchesters werden das Psalmwort „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“ aus ganz verschiedenen Perspektiven erschließen. / pb

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