Das blaue Glasfaserkabel wird durch das Kupferrohr des bereits verlegten Koaxialkabels geblasen. / Foto: Saurwein

Unitymedia beginnt mit dem Ausbau des Glasfasernetzes

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Im Beisein der Bürgermeister von Lauterbach, Großenlüder, Bad Salzschlirf und Schlitz gab Unitymedia-Vertriebsleiter Jörg Nussbaumer vergangenen Montag in Bad Salzschlirf den Startschuss für den Ausbau des Glasfasernetzes zwischen den vier Gemeinden.

Eine Ringleitung aus Glasfaserkabel wird dann neben den oben genannten vier Gemeinden auch die Schlitzer Stadtteile Ützhausen, Nieder-Stoll, Bernshausen, Hutzdorf, Fraurombach und Sandlofs mit schnellem Internet versorgen. "Wir werden im kommenden Jahr eine Datengeschwindigkeit von 200 MBit/sec. anbieten können", erzählt Jörg Nussbaumer nicht ohne Stolz. Dazu hat Unitymedia 29 km Glasfaserkabel von der Bahn angemietet, baut das eigene Netz von 17 km aus und wird rund 3,5 km neu bauen, um den "Datenrundkurs" Lauterbach, Großenlüder, Bad Salzschlirf, Schlitz, Lauterbach, zu schließen. "In dem bisher verlegten Koaxialkabel ist das innere Kupferrohr hohl und hat einen Durchmesser von neun Millimeter. Hier werden wir dann ein Glasfaserbündel mit 72 Glasfasern durchblasen. Rund einhundert Verstärkerpunkte sorgen dafür, dass es zu keinem Leistungsverlust kommt", ergänzt der technische Projektmanager Hans-Jörg Schubert. "Im zweiten Quartal des kommenden Jahres werden die Arbeiten abgeschlossen sein und die ersten Kunden ans Netz gehen können".

"Das wird ein weiterer Mosaikstein sein, das Schlitzerland mit schnellem Internet zu versorgen", bekräftigt Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer. Nachdem die Stadtteile Hemmen, Hartershausen, Üllershausen und Pfordt bereits seit Mitte 2012 von der Telekom versorgt werden, haben jetzt weitere Gemeinden eine zeitliche Perspektive.

"Unsere dritte Option ist ja die Breitbandgesellschaft des Vogelsbergkreises, an der wir auch beteiligt sind", ruft das Stadtoberhaupt in Erinnerung, denn es gilt ja, noch eine weitere Lücke zu schließen.

Doch da gibt es noch keine Details über Ausbaupläne, die das Schlitzerland betreffen. In Queck, Rimbach, Ober-Wegfurth, Unter-Schwarz und Unter-Wegfurth wird man somit noch warten müssen.

"Aber vielleicht bewegt sich ja der "Riese Telekom" doch noch und bietet den Schlitzerländern eine weitere Internet-Option an", schmunzelt Schäfer.

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