Der Biber fühlt sich in Unter-Schwarz wohl.
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Der Biber fühlt sich in Unter-Schwarz wohl.

Zuhause am Schwarzbach

Ein Biber ist nach Unter-Schwarz gezogen - Tier hat durch Damm See entstehen lassen

Der Eurasische Biber war ursprünglich in Europa und Asien heimisch, wurde jedoch im 19. Jahrhundert durch Bejagung in weiten Teilen Europas und fast ganz Deutschland ausgerottet. Jetzt hat sich einer in Unter-Schwarz angesiedelt.

Unter-Schwarz - In Unter-Schwarz im Schwarzbach hat sich ein Biber niedergelassen. Die Bestände dieser Tiere haben sich durch konsequente Schutzmaßnahmen und Auswilderungen im 20. Jahrhundert in den letzten Jahrzehnten wieder erholt. Der Biber lebt in langsam fließenden und stehenden Gewässern mit Gehölzen nahe dem Ufer. Wie kein anderes Tier gestaltet der Biber die Landschaft nach seinen Ansprüchen: Er fällt Bäume, baut Burgen und Dämme und staut Bäche auf. Dadurch schafft er nicht nur sich, sondern auch vielen Pflanzen und Tieren einen geeigneten Lebensraum.

Blick auf den ausgetretenen „Trampelpfad” zwischen dem Schwarzbach und dem Mühlgraben.

In Unter-Schwarz hat sich ein Biber niedergelassen

Folgt man in Unter-Schwarz der geteerten Straße am Dorfplatz vorbei, kommt man direkt zum Damm des Bibers, den er in fleißiger monatelanger Arbeit im Schwarzbach gebaut hat - etwa sechs Meter breit und 1,50 Meter hoch. Dieses Stauwerk ist kaum zu übersehen: Der Schwarzbach ist so gestaut, dass an diesem Teilstück ein See entstanden ist, knapp 1 bis 1,50 Meter tief.

Der Schwarzbach ist hier über die Ufer getreten. Folgt man dem Weg weiter, stößt man auf einen festgetretenen Trampelpfad, den der Biber über die Wiese zum gegenüberliegenden Mühlgraben getreten hat. Hier schleppt er seine Materialien für den Damm hin und her. In diesem Wasserschutzgebiet, ein ruhiges und malerisches Fleckchen Erde, hat sich der Biber ein großes Refugium geschaffen. (sigi)

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