Vogelsberg: Auf dem Lochberg piept es, aber höchstens noch bis Mai, wie die Betreiberfirma mitteilt.
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Auf dem Lochberg piept es, aber höchstens noch bis Mai, wie die Betreiberfirma mitteilt.

Auf dem Lochberg

Messgerät gibt Pfeifton von sich - Hersteller versichert: „Windmessanlage stört Tiere nicht“

  • Bernd Götte
    VonBernd Götte
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Die Windmessanlage auf dem Lochberg macht Geräusche. Etwa alle drei Sekunden gibt sie einen Pfeifton von sich, der auf Dauer unangenehm ist. Anwohner rätseln, was es mit dem Messgerät auf dem möglichen Standort für Windkraftanlagen auf sich hat. 

Rimbach - Die Investorenfirma Nwind aus Hannover hat das Messgerät auf dem Lochberg im Vogelsberg aufgestellt, um die Ergiebigkeit des Windes an dem Ort zu messen. Seit Mai wird mit diesem akustischen Windmessgerät eines schwedischen Herstellers auf dem Berg die tägliche Windausbeute festgestellt.

Geschäftsführer Nils Niecksen erläutert, dass die akustische Windmessung ähnlich wie eine Sonarortung funktioniert. Schall wird ausgesandt und dann wieder zurückgeworfen; somit erhält man Informationen über die Stärke und Häufigkeit des Windes. Eine Alternative zu dem jetzigen Gerät wäre nach Angaben von Nieckesen die noch neuere Lasertechnik gewesen oder die ältere mit „Riesen-Messanlagen“, die das Landschaftsbild aber deutlich verändert hätten. (Lesen Sie auch hier: Genehmigung für Windräder bei Stärklos liegt vor - 2022 soll Bau beginnen)

Vogelsberg: Anwohner auf Lochberg rätseln wegen akustischer Windmessanlage

Auswirkungen auf die Natur durch die Lärmmessgeräte sind nach Niecksens Angaben nicht bekannt. „Es gab sogar schon Fälle, dass dort Vögel genistet haben“, berichtet er. Aufgestellt wurde die Anlage im Einvernehmen mit den betroffenen Grundstücksbesitzern, die auf ihrem Gelände gern Platz für Windkraftanlagen schaffen würden.

Das Messgerät soll den Angaben zufolge nur solange auf dem Lochberg stehen, bis Nwind genügend Daten hat. Dies könnte schon nach einem halben Jahr sein; aber spätestens im Mai kommenden Jahres soll die Windmessanlage wieder abgebaut werden.

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