Als „Hessisches Bio-Weiderind“ könnte die Ware aus dem Vogelsberg schon bald in hessischen Läden zu finden sein.
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Als „Hessisches Bio-Weiderind“ könnte die Ware aus dem Vogelsberg schon bald in hessischen Läden zu finden sein.

Erste Testphase

Bio-Rindfleisch aus dem Vogelsberg - Schon bald in Hessens Läden?

Unter dem Label „Hessisches Bio-Weiderind“ soll Bio-Rindfleisch aus dem Vogelsberg noch in diesem Jahr in hessischen Supermärkten angeboten werden.

Vogelsbergkreis - Der Vogelsberg sei die erste Region, deren Tiere geliefert werden sollen, erklärt Mario Hanisch, Projektleiter der Ökomodell-Region Vogelsberg, nicht ohne Stolz. Im Laufe des nächsten Jahres werden dann weitere hessische Regionen folgen. 

Die Vermarktungsmöglichkeit stellte Hanisch kürzlich auf dem Betrieb von Hans-Jörg von Schönfels in Herbstein vor. Gemeinsam mit den Projektpartnern der Marketinggesellschaft Hessen (MGH) und Bio Rind & Fleisch GmbH RLP des seit April vom Hessischen Landwirtschaftsministeriums geförderten Vorhabens, wurde das Konzept Vogelsberger Betrieben vorgestellt.

Vogelsberg: Bio-Rindfleisch bald in hessischen Märkten

Drei Qualitätskriterien sollen dem späteren Produkt zum Markterfolg verhelfen: die Erzeugung nach den strengen Bio-Richtlinien, eine komplett regionale Wertschöpfung in Hessen und die Weidehaltung. An dem Projekt beteiligen können sich demnach ausschließlich hessische Bio-Betriebe.

Die Schlachtung soll mit kurzen Transportwegen in regionalen Schlachthöfen wie in Fulda stattfinden und auch die Weiterverarbeitung soll von einem mittelständischen hessischen Metzger übernommen werden. Schließlich erfolgt die Vermarktung über den Lebensmitteleinzelhandel in Hessen.

Rindfleisch aus dem Vogelsberg - Faire und verlässliche Erzeugerpreise

Das dritte Qualitätskriterium bezieht sich beim Bio-Weiderind auf die Weidehaltung. „In dieser extensiven Wirtschaftsweise können die Rinder artgerecht gehalten und gefüttert werden und so nebenbei positive Effekte auf Klima und Biodiversität sowie Landschaftspflege erzielen“, erklärte Mario Hanisch. (Lesen Sie hier: Schlachthof Fulda kämpft mit Bio-Produkten gegen die Dominanz der Großbetriebe)

Das langsamere Wachstum führt dabei zu einer besonderen Qualität, die jedoch auch ihren Preis haben muss. „Faire und verlässliche Erzeugerpreise sind daher ebenso entscheidend für den Erfolg des Vorhabens wie der enge Kontakt entlang der regionalen Wertschöpfungskette“, betont der Projektleiter.

Noch in diesem Jahr könne in den ersten Märkten eine Testphase beginnen. (akh)

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