„Der Vogelsbergkreis hat die Impfung zu Hause jetzt selbst in die Hand genommen“, erklärt Landrat Manfred Görig (Mitte), der sich gemeinsam mit Dr. Erich Wranze-Bielefeld, dem ärztlichen Leiter des Impfzentrums (Dritter von links), über den Start der Aktion in Kirtorf informiert. Die beiden Hausärzte Michael Buff (Vierter von links) und Dr. Peter Böhm (Zweiter von links) impfen gemeinsam mit zwei Teams der City Ambulanz an diesem Sonntag 52 ältere Menschen in den sieben Stadtteilen.
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„Der Vogelsbergkreis hat die Impfung zu Hause jetzt selbst in die Hand genommen“, erklärt Landrat Manfred Görig (Mitte), der sich gemeinsam mit Dr. Erich Wranze-Bielefeld, dem ärztlichen Leiter des Impfzentrums (Dritter von links), über den Start der Aktion in Kirtorf informiert. Die beiden Hausärzte Michael Buff (Vierter von links) und Dr. Peter Böhm (Zweiter von links) impfen gemeinsam mit zwei Teams der City Ambulanz an diesem Sonntag 52 ältere Menschen in den sieben Stadtteilen.

50 Personen geimpft

Vogelsbergkreis hat Corona-Impfung zu Hause selbst in die Hand genommen: Zwei mobile Teams im Einsatz

Zehn Wochen mussten sie auf den ersehnten Pieks warten, dann ging alles ganz flott: Am Sonntag starteten zwei Teams der City Ambulanz gemeinsam mit den beiden Hausärzten Michael Buff und Dr. Peter Böhm die Corona-Schutzimpfung nicht mobiler Menschen, die nicht ins Impfzentrum nach Alsfeld kommen können.

Vogelsbergkreis - Auftakt war in Kirtorf, bis zum Nachmittag waren mehr als 50 Männer und Frauen in allen sieben Stadtteilen geimpft. „Eine durchweg gelungene Aktion“, kommentierte auch Landrat Manfred Görig, der sich schon am Morgen in der Praxis Buff über den geplanten Ablauf der Impfaktion informiert hatte.

Dabei rief er noch einmal in Erinnerung, dass die über 80-Jährigen in Hessen bereits im Januar vom Land angeschrieben und über die Corona-Schutzimpfung informiert worden waren. Dabei wurde ihnen auch die Möglichkeit aufgezeigt, sich zu Hause impfen zu lassen, wenn sie nicht mehr mobil sind. „Das taten unsere Mitbürger, aber dann passierte wochenlang nichts. Deshalb haben wir die Impfung zu Hause nun selbst in die Hand genommen. Mit unseren mobilen Teams werden wir in alle 19 Städte und Gemeinden im gesamten Kreisgebiet kommen“, kündigte der Landrat an, der von Dr. Erich Wranze-Bielefeld, dem ärztlichen Leiter des Vogelsberger Impfzentrums, begleitet wurde. (Lesen Sie hier: Neue Corona-Webseite im Vogelsberg: Impfberechtigte können früheren Termin bekommen - wenn sie schnell sind).

Vogelsbergkreis: Corona-Impfung zu Hause - Zwei mobile Teams im Einsatz

Im Impfzentrum in der Alsfelder Hessenhalle im Vogelsbergkreis war der Impfstoff am Morgen aufbereitet worden. Gut gekühlt - genau nach Vorgabe - brachten ihn die beiden Teams der City Ambulanz mit nach Kirtorf, um dort bis zum Nachmittag insgesamt 52 ältere Menschen zu Hause zu impfen. Zum einen waren sie über das Land Hessen angemeldet, zum anderen handelte es sich um Patienten, die von der Hausarztpraxis in Kirtorf regelmäßig besucht werden, da sie nicht mehr mobil sind. „Es ist sinnvoll, wenn Ärzte in einem Bereich unterwegs sind, in dem sie viele Patienten kennen“, unterstrich denn auch Michael Buff. Allerdings: „Der bürokratische Aufwand einer solchen Impfaktion ist enorm.“ Eine Kraft im mobilen Team ist allein für die Verwaltungsarbeiten wie das Einlesen der Krankenkassenkarte zuständig, das nur mit einem speziellen Gerät möglich ist.

Das Impfen selbst, die Aufklärung und die Kontrolle der Unterlagen übernahmen Michael Buff beziehungsweise sein Kollege Dr. Böhm. Für die Überwachung nach der Impfung waren die je zwei weitere Mitglieder des Teams im Wechsel zuständig.

Michael Buff: Die älteren Menschen waren alle dankbar, dass sie ihre Impfung zu Hause bekommen konnten

„Der Impfauftakt war erfolgreich“, so die Bilanz von Landrat Manfred Görig. Schon gegen 16 Uhr waren die beiden Teams fertig in Kirtorf, hatten alle sieben Stadtteile besucht und die älteren Bürger geimpft. „Die älteren Menschen waren alle dankbar, dass sie ihre Impfung zu Hause bekommen konnten“, schilderte Michael Buff.

Welche Gemeinde als nächste an die Reihe kommt, das wird davon anhängen, wie viel Impfstoff in den nächsten Wochen zur Verfügung steht. „Für eine große Gemeinde brauchen wir entsprechend mehr Impfdosen, wir müssen schauen, was uns zugeteilt wird“, so Dr. Erich Wranze-Bielefeld abschließend. (hoß)

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