Bei einer Waldbrandübung der Feuerwehr im Vogelsberg war auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.
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Bei einer Waldbrandübung der Feuerwehr im Vogelsberg war auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

1500 Meter Schlauch

Feuerwehr im Vogelsberg führt Waldbrandübung durch - auch Polizei-Hubschrauber im Einsatz

Im Vogelsberg hat die Feuerwehr erfolgreich eine Waldbrandübung durchgeführt. Bei der dreiteiligen spektakulären Übung in Lauterbach-Reuters am Löschteich war auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Lauterbach - Der erste Teil der Übung in Lauterbach-Reuters im Vogelsbergkreis bestand aus der Waldbrandbekämpfung aus der Luft, der zweite Teil aus der Lange-Wege-Versorgung und der letzte Teil aus der Schulung mit Bekämpfungshilfsmittel, die neu bei der Lauterbacher Feuerwehr eingeführt wurden. Mit zehn Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften war die Feuerwehr vor Ort.

Beim ersten Teil der ganztägigen Übung - bei der Waldbrandbekämpfung aus der Luft - war es das zentrale Ziel, den Löschwasserbehälter, der für den Hubschrauber gedacht ist, zunächst mit Wasser aus den öffentlichen Mitteln zu füllen - beispielsweise aus einem Löschteich, Tanklöschfahrzeugen oder landwirtschaftlichen Betrieben.

Vogelsberg: Feuerwehr führt Waldbrandübung durch - Polizei-Hubschrauber im Einsatz

Das Wasser wurde vom Löschteich in einen 36.000-Liter-Wasserbehälter gepumpt. Aus dem „FireFlex“-Wasserbehälter entnahm der Polizeihubschrauber vom Polizei-Flugdienst der Polizeifliegerstaffel Hessen das Wasser mit einem „Bambi-Buckets“. Bei der Übung nahm der Hubschrauber pro Flug rund 500 Liter Wasser auf. Das Löschwasser wurde dann über einer simulierten Brandstelle abgelassen.

Bei einer Waldbrandübung der Feuerwehr im Vogelsberg war auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

„Für die Piloten ist dies jährlich eine Pflichtübung“, erklärt Tony Michelis, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach. „In Hessen gibt es drei Einheiten, die in Wolfhagen, Darmstadt und Lauterbach vom Land Hessen stationiert sind. Wir haben diese Übung damit verbunden. In den kommenden zwei bis drei Wochen werden diese Standorte einmal beübt, damit wir die Zusammenarbeit mit Hubschrauber und Löschwasserbehälter einmal gemacht haben.“

2021 sei es wetterbedingt nicht zu einem großen Waldbrand gekommen. Das war in den vergangenen Jahren aber anders. Aufgrund der Corona-Pandemie war diese Übung 2020 ausgefallen. 2019 hatte man die Übung in Wildflecken auf dem Truppenübungsplatz abgehalten.

Bei einer Waldbrandübung der Feuerwehr im Vogelsberg war auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

„Dort haben wir mit allen Einheiten geübt - einschließlich der Bundespolizei“, erklärte Michelis. „Diese kommt dann auch zum Einsatz. Für die haben wir ja die beiden Außenlastbehälter mit dran, die deutlich mehr Wasser aufnehmen können, weil es größere Hubschrauber sind, die im Außenlastbereich mehr transportieren können.“

„Es ist nach zwei Jahren wieder notwendig, die handwerklichen Dinge zu machen. Man kann zwar alles in der Theorie simulieren, aber die Praxis fehlt. Es war heute ganz wichtig, dass wir wieder die handwerklichen Dinge geübt haben, und die haben ganz gut funktioniert“, fasste Tony Michelis zusammen.

Video: So werden Waldbrände aus der Luft bekämpft

„Wir hatten eine ganze Reihe junger Maschinisten dabei. Leute, die wir am Standort ausbilden, die zukünftig dann die Löschfahrzeuge im Einsatz fahren. Für diese Leute ist natürlich so eine Lange-Wege-Übung kein alltägliches Szenario, was wir hier gemacht haben“, berichtete der stellvertretender Wehrführer. „Wir haben 1500 Meter Löschwasserförderung mit mehreren Spritzen aufgebaut, damit das Wasser von A nach B transportiert wird.“

Das hatte man simuliert. „Wir würden über diese Entfernung das Löschwasser fördern und dem Löschwasserbehälter zuführen. Der Hubschrauber hatte an dieser Stelle die Chance genutzt, das Wasser vom Löschteich zu entnehmen, da der Löschteich gleich vor Ort war“, erklärte Tony Michelis. „In der Realität würde man den Löschwasserbehälter gar nicht aufstellen, weil die öffentliche Wasserentnahme da ist.“

Bei einer Waldbrandübung der Feuerwehr im Vogelsberg war auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Mit bei der Übung waren ein Vertreter aus dem Innenministerium, der für die Leitung des Katastrophenschutzes zuständig ist, und zwei Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Gießen. In den Mittagsstunden besuchte die Bambini-Feuerwehr die Waldbrandübung. Für die Kinder war dieser Tag sehr spannend. Sie bekamen viel zu sehen. Vor allem der Polizei-Hubschrauber war für die Kids das Highlight. (sar)

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