1. Fuldaer Zeitung
  2. Vogelsberg

47-Jährige durchschaut Trickbetrug durch falschen Polizeibeamten

Erstellt:

Betrug durch falsche Polizisten
Die Polizei warnt vor Trickbetrügern, die sich am Telefon als falsche Polizisten ausgeben. (Symbolbild) © Martin Gerten/dpa

Eine 47-Jährige aus dem Vogelsberg hat einen versuchten Trickbetrug durch einen falschen Polizeibeamten durchschaut. Die Polizei warnt vor dem dreisten Vorgehen der Täter.

Vogelsbergkreis. „Besonders hinterhältig ist der Betrug durch den so genannten Falschen Polizeibeamten am Telefon“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Wer darauf hereinfällt, kann hohe Geldbeträge verlieren - unter Umständen sogar Lebensersparnisse. Dabei gehen die Täter so vor: Eine Rufnummer mit örtlicher Vorwahl, manchmal sogar die 110, ruft an und der Anrufer stellt sich als Polizeibeamter der örtlichen Dienststelle vor.

Dies sei unmöglich, denn der Notruf kann nur angerufen werden und nicht raus telefonieren, versichert die Polizei. Mittels technischer Hilfsmittel können Betrüger jedoch existente und tatsächlich nicht existente Rufnummern auf dem Telefondisplay ihrer Opfer anzeigen lassen. Erste Zweifel an der vermeintlichen Identität des Anrufers werden so bereits ausgeräumt. (Lesen Sie hier: Polizei warnt vor Trickbetrügern: Fake-Anrufe der Behörde Europol)

Vogelsberg: Frau (47) durchschaut Trickbetrug durch falschen Polizisten

Die Betrüger behaupten, Einbrecher seien in der Nachbarschaft unterwegs. Die Polizei habe bereits einige Täter festgenommen. Einer der Festgenommenen hätte einen Zettel bei sich gehabt, auf dem die Adresse des späteren Opfers und dessen Vermögenswerte aufgeführt gewesen wären. Nun sei die Polizei um die Sicherheit des Angerufenen und dessen Ersparnisse besorgt und wolle daher zusammenarbeiten.

Im weiteren Gesprächsverlauf gehen die Betrüger äußerst geschickt vor und bringen ihre Opfer so dazu, Wertsachen zusammenzutragen und am vereinbarten Ort abzulegen oder zu übergeben. Den Opfern wird eindringlich suggeriert, dass man nur so für die Sicherheit ihres Ersparten sorgen könne und die Wertsachen in den kommenden Tagen auf der Polizeistation zur Abholung bereitlägen.

Auch bei einer 47-jährigen Frau aus dem Vogelsbergkreis riefen Trickbetrüger am Dienstag mit der Masche an. Die Vogelsbergerin erkannte den Betrugsversuch aber glücklicherweise frühzeitig.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei: „Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Bekannter/Verwandter, Bankangestellter oder Polizeibeamter beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.“ Sobald der Gesprächspartner Geld fordert, sollte aufgelegt und die Polizei verständigt werden. (ah)

Auch interessant