Das Schlitzer Freibad ist schön, aber sanierungsbedürftig.
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Das Schlitzer Freibad ist schön, aber sanierungsbedürftig.

8 Millionen Euro

Freibad in Schlitz - Umfangreiche Sanierung beschlossen

  • Bernd Götte
    VonBernd Götte
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Die Sanierung des Freibades scheint in trockenen Tüchern: 8 Millionen Euro soll die Sanierung kosten, von denen die Stadt Schlitz 6,1 Millionen tragen will. Die Stadtverordneten stimmten bei einer Enthaltung der FDP-Fraktionsvorsitzenden Dr. Katja Landgraf für das Projekt. 

Schlitz - Demnach soll das Bad in drei Bauabschnitten bis 2024 saniert werden, um den Betrieb in den Sommermonaten gewährleisten zu können. Dr. Landgraf fand die Sanierungspläne nicht weitgehend genug: „Ich kämpfe immer noch für ein Ganzjahresbad.“ Wie der Vorsitzende des Haupt-, Finanz-, Wirtschafts- und Arbeitsausschusses, Gerald Gottwald (CDU), berichtete, sei während der Ausschusssitzung lange um dieses Thema gerungen worden. Letztendlich habe sich der Ausschuss einstimmig für die Sanierung ausgesprochen.

Frank Döring (SPD) verwies darauf, dass die Attraktivität des Bades in Schlitz (Vogelsberg) dadurch gesteigert werde. Auf die hohen Kosten wies auch CDU-Fraktionsvorsitzender Kevin Alles hin. Dem Wunsch für ein Ganzjahresbad konnte er nicht viel abgewinnen, denn dieses würde doppelt so teuer werden als die Sommervariante des Freibades. Kosten hatte auch Dr. Landgraf auf dem Schirm. Nach ihren Berechnungen würde die Sanierung jährlich jeden Schlitzer Bürger 53 Euro kosten.

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Vogelsberg: Freibad in Schlitz wird umfangreich saniert

Die Finanzierung werde die Stadt noch 30 Jahre lang beschäftigen. Sie warnte daher vor Steuererhöhungen. Die Kosten beschäftigen auch BLS-Fraktionsvorsitzenden Dr. Jürgen Marxsen: „Mir ist da auch etwas schwach im Magen geworden.“ Aber ein attraktives Freibad würde eben soviel kosten, und man könne sich streiten, ob man beispielsweise einen Sprungturm haben wolle oder nicht. Landgraf warb für einen Bürgerentscheid über die Sanierung, drang damit aber nicht durch.

Ein anderes Freibadthema beschäftigte die SPD. Elisabeth Hillebrand fragte nach, ob Anmeldungen für den Schwimmbadbesuch, die man pandemiebedingt lange Zeit nur online stellen konnte, jetzt für ältere und digital nicht so versierte Besucher auch telefonisch gestellt werden könnten. Alexander Dietz von den Stadtwerken erwiderte, dass dies jetzt schon möglich sei und man Besucherformulare schon direkt im Schwimmbad ausfüllen könne. Nach einer kurzen Debatte zog die SPD ihren Antrag zurück, da sich das Anliegen ja erledigt habe.

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