Neun Auszubildende, die ihre Lehre in Freiensteinauer Firmen absolvieren, werden von der Gemeinde unterstützt. Das Foto zeigt die Azubis mit Vertretern ihrer Betriebe und Bürgermeister Sascha Spielberger (rechts).
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Neun Auszubildende, die ihre Lehre in Freiensteinauer Firmen absolvieren, werden von der Gemeinde unterstützt. Das Foto zeigt die Azubis mit Vertretern ihrer Betriebe und Bürgermeister Sascha Spielberger (rechts).

Gegen Fachkräftemangel

Insgesamt 10.000 Euro: Gemeinde Freiensteinau fördert Auszubildende in hiesigen Betrieben

Um einem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, fördert die Gemeinde Freiensteinau im Vogelsberg Auszubildende, die ihre Lehre in hiesigen Firmen absolvieren. Den Azubis werden insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Freiensteinau - Seit Anfang 2018 zahlt die Gemeinde Freiensteinau (Vogelsberg) eine freiwillige Ausbildungsförderung an Auszubildende, die ihre Ausbildung in einem Betrieb mit Sitz in Freiensteinau absolvieren. Hierfür stellt die Gemeinde einen Betrag zur Verfügung, der vom Arbeitgeber an die Azubis ausgezahlt wird.

Bürgermeister Sascha Spielberger (parteilos) erläutert die Absicht, die hinter diesem Engagement steht: „Wir wollen erreichen, dass die Azubis nach ihrer Ausbildung möglichst in den hiesigen Betrieben bleiben, um so einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Das bedeutet, dass Auszubildende, die nicht in Freiensteinau wohnen, aber dort ausgebildet werden, auch in den Genuss der finanziellen Förderung kommen. (Lesen Sie hier: DFB-Star organisiert Benefizturnier für Flutopfer: Feldatals Bürgermeister spielt gegen Fußballlegenden)

Vogelsberg: Freiensteinau fördert Auszubildende mit 10.000 Euro

Die Zuschüsse haben sich im Verlaufe der Zeit allerdings etwas „nach unten“ verändert: So wurden im Jahr 2018 die Azubis mit monatlich 100 Euro im ersten Lehrjahr und 75 Euro im zweiten Lehrjahr durch die Gemeinde gefördert. Diese Beträge wurden etwas reduziert, um möglichst vielen Auszubildenden eine Förderung zukommen zu lassen. Aus dem zur Verfügung stehenden „Geldtopf“ werden nunmehr 75 Euro im ersten und 50 Euro im zweiten Lehrjahr bereitgestellt. „Für die Gemeinde sind dies etwa 10.000 Euro, die an die Auszubildenden gezahlt werden“, nennt der Bürgermeister die Gesamtsumme.

Die Förderung muss durch den Arbeitgeber bei der Gemeinde beantragt werden, wobei es gilt, die entsprechenden Richtlinien zu beachten. Die Förderung läuft maximal zwei Jahre pro Azubi. Das Angebot aus dem Rathaus wird von vielen Ausbildungsbetrieben genutzt und führte bisher dazu, dass viele Azubis von den Betrieben übernommen wurden und in der Region blieben.

Firmen und Azubis

In diesem Jahr wurden von Freiensteinauer Unternehmen folgende Auszubildende für das Programm gemeldet:
Georg Fehl und Sohn GmbH: Linus Kailing (Grebenhain), Luke Stertz (Holzmühl), Calvin Klein (Grebenhain, alle Anlagenmechaniker)
Fehl & Sohn Elektro GmbH: Qazim Rexhepi (Steinau), Johannes Zöll (Holzmühl, beide Elektroniker)
Tischlerei Thomas Maul: Alexandra Freitag (Schlüchtern, Tischlerin)
Heiko der Zimmermann: Andreas Fuchs (Grebenhain, Zimmermann)
Pöhl GbR: Andreas König (Röckingen, Landwirt)
Gemeinde Freiensteinau: Hannah Fehl (Freiensteinau, Erzieherin).

Ulrich Höhn, Prokurist der Firma Fehl und Sohn bestätigte, dass 85 bis 90 Prozent der Auszubildenden von der Firma übernommen werden können. Das Unternehmen – wozu auch die Niederlassung in Jena zählt – habe in den vergangenen Jahren etwa 200 Jugendliche ausgebildet. Er hält das Angebot der Gemeinde für eine gute Sache. (dik)

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