Der Windpark Fleschenbach bringt der Gemeinde Freiensteinau weitere 14.200 Euro pro Jahr ein.
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Der Windpark Fleschenbach bringt der Gemeinde Freiensteinau weitere 14.200 Euro pro Jahr ein.

Bürgermeister legt Zahlen vor

Windkraft bringt Freiensteinau mehr Geld ein als geplant - auch Photovoltaik verschafft Einnahmen

  • Walter Kreuzer
    vonWalter Kreuzer
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Kaum hatten sich in Freiensteinau die Gemeindevertreter konstituiert und alle Posten vergeben, hatte Bürgermeister Sascha Spielberger (parteilos) eine Reihe positiver Mitteilungen zu machen – insbesondere mit Blick auf die Finanzen.

Freiensteinau - Einen im Verhältnis zum Gesamt-Etat großen Posten in Freiensteinau machen die Pachteinnahmen aus erneuerbaren Energien aus. Für 2020 legte Spielberger nun die aktuellen Zahlen vor. So landeten aus dem Photovoltaikpark Ober-Moos etwa 12.000 Euro in der Gemeindekasse. Der Windpark „Auf der Haid“ schlägt mit 38.000 Euro zu Buche und jener in Fleschenbach mit 14.200 Euro. Beim Windpark „Hallo“ sind es sogar 258.000 Euro. Spielberger: „Damit liegen wir insgesamt etwa 26.000 Euro über dem Haushaltsansatz.“

Ähnliches zeichnet sich momentan für den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ab. Hier erhielt die Gemeinde im Vogelsberg im ersten Quartal 2021 insgesamt 454.000 Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39.000 Euro entspricht. „Neben einem gestiegenen Aufkommen haben sich auch die individuellen Schlüsselzahlen für die Gemeinde leicht verbessert“, erläuterte der Rathauschef.

Main-Kinzig-Kreis: Freiensteinau nimmt mit Windkraft mehr Geld ein als geplant

Adressat einer anderen Zahlung ist die SG Freiensteinau, indirekt ist aber auch die Gemeinde betroffen. Es geht um eine Förderung aus der Regionalentwicklung in Höhe von 71.000 Euro für den Bau des Kunstrasenplatzes im Kernort. Spielberger: „Dies ist eine zusätzliche Förderung, welche im ursprünglichen Finanzierungskonzept nicht enthalten war. Der Förderbescheid liegt noch nicht vor, jedoch wurde ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn gewährt.“ Zugesagt worden sei auch eine Landesförderung, für die der Bescheid ebenfalls noch nicht vorliege. Ein vorzeitiger Beginn sei in diesem Fall nicht gewährt worden. Die SGFreiensteinau, so Spielberger, habe die Ausschreibung der Arbeiten bereits vorbereitet. Gebaut werden soll der Sportplatz noch in diesem Jahr.

In der Ortsdurchfahrt des Kernortes, in der Grebenhainer und der Steinauer Straße sollten in diesem Jahr in drei Abschnitten etwa 800 Meter Kanal im Inliner-Verfahren saniert werden. Aufgrund von Straßenbauarbeiten zwischen Holzmühl und Uerzell, im Bereich des Gunzenauer Kreuzes sowie an Kreisstraßen seien die Arbeiten auf 2022 verschoben worden, teilte der Bürgermeister den Gemeindevertretern mit. Entsprechend der Eigenkontrollverordnung müssen Abwasserleitungen in regelmäßigen Zeitabständen Kamera-Befahrungen mit einer Zustandsbewertung vorgenommen werden. In Wasserschutzgebieten sei dies alle fünf bis zehn Jahre, sonst alle 15 Jahre der Fall. Spielberger: „Diese Arbeiten müssen 2024 abgeschlossen sein. Für die noch zu befahrenden 28 Kilometer Kanalleitung wurde ein Rahmenvertrag mit der RhönEnergie für die nächsten fünf Jahre abgeschlossen.“

Zum in jüngster Zeit stockenden Ausbau des Breitbandnetzes in der Gemeinde teilte der Bürgermeister mit, dass die Firma Götel plane, „den Anschluss der Kabelverzweiger nach eigenen Angaben bis Mitte Mai fertigzustellen. Dann könnte Vectoring/VDSL angeboten werden. Die Bauarbeiten wurden in den letzten Tagen wieder aufgenommen. Anschließend soll eine weitere Vermarktung stattfinden und der FTTH-Ausbau angeboten werden.“ Der zweite Anbieter in der Gemeinde, die Firma TNG, habe „vor Kurzem Auftragsbestätigungen an die Kunden verschickt. Damit verpflichtet sie sich, den FTTH-Ausbau durchzuführen. Für einzelne Außenliegende muss eventuell eine Sonderlösung gefunden werden. Der Baubeginn ist für Sommer angekündigt“.

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