Die Stallpflicht für alle gehaltenen Vögel im Vogelsbergkreis wird ab Sonntag aufgehoben. (Symbolfoto).
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Die Stallpflicht für alle gehaltenen Vögel im Vogelsbergkreis wird ab Sonntag aufgehoben. (Symbolfoto).

Landkreis reagiert

Geflügelpest im Vogelsbergkreis: Stallpflicht wird ab Sonntag aufgehoben

Die Stallpflicht für alle gehaltenen Vögel im Vogelsbergkreis, die seit dem 12. März galt, wird ab Sonntag aufgehoben. Das schreibt der Vogelsbergkreis in einer Pressemitteilung.

Update vom 14. Mai, 14.21 Uhr: Die Stallpflicht von gehaltenen Vögeln im gesamten Vogelsbergkreis wird ab Sonntag, 16. Mai, aufgeoben. Dazu hat das Landratsamt eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Mittlerweile sind die Fallzahlen bei Wildvögeln und die Ausbrüche in Hausgeflügelbeständen in Deutschland rückläufig, im Vogelsbergkreis wurden zudem zahlreiche Proben von Wildvögeln mit negativem Ergebnis auf Geflügelpest untersucht. Eine präventive Stallpflicht ist somit nicht mehr erforderlich. Das schreibt der Vogelsbergkreis in einer Pressemitteilung.

Das Veterinäramt des Kreises rät jedoch dringend, weiterhin Biosicherheitsmaßnahmen und Hygieneregeln beim Betreten von Geflügelhaltungen zu beachten, um das Restrisiko zu reduzieren. Um auch in Zukunft auf Geflügelpest vorbreitet zu sein, empfiehlt das Veterinäramt jedem, der Vögel in Gefangenschaft hält, ausreichend große Aufstallungsmöglichkeiten vorzuhalten. Das müssen nicht zwingend geschlossene Ställe sein, sondern können auch Volieren sein, die nach oben eintragsdicht und zu den Seiten vogeldicht sind, heißt es in der Mitteilung abschließend.

Geflügelpest im Vogelsbergkreis: Stallpflicht wird ab Sonntag aufgehoben

Update vom 19. März, 11.30 Uhr: Die Geflügelpest ist jetzt auch bei einem toten Uhu nachgewiesen worden. Das teilt der Vogelsbergkreis in einer Pressenotiz vom Freitag mit. Gefunden wurde der Vogel in der Nähe des Ober-Mooser Teichs bei Freiensteinau.

Wie das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Vogelsbergkreises mitteilt, bestätige der Laborbefund eine Infektion mit Geflügelpestviren. In diesem Winter ist das bereits der dritte Nachweis bei Wildvögeln im Vogelsbergkreis. Durch die weite Verbreitung des Geflügelpestvirus in der Wildvogelpopulation sei damit zu rechnen, dass vermehrt tote Vögel aufgefunden werden. Diese sollten nicht mit bloßen Händen berührt werden.

Geflügelpest bei totem Silberreiher im Vogelsberg nachgewiesen

Erstmeldung vom 10. März: Vogelsbergkreis - Im Vogelsbergkreis ist an einem toten Wildvogel erneut die Geflügelpest nachgewiesen worden. Daher gelte ab Freitag im gesamten Kreisgebiet eine Stallpflicht für alle gehaltenen Vögel, teilte die Kreisverwaltung in Lauterbach am Mittwoch mit. Dabei sei auch eine Haltung in entsprechend gesicherten Volieren zulässig.

Der Erreger war bei einem Silberreiher in Romrod entdeckt worden. Laut Mitteilung ist das Virus unter den Wildvögeln weit verbreitet und hoch ansteckend. „Hinzu kommt, dass durch den zurzeit stattfindenden Vogelzug zurück in die Brutgebiete eine erhöhte Gefahr der weiteren Verschleppung des Geflügelpest-Virus besteht“, heißt es in der Mitteilung des Vogelsbergkreises.

Vogelsberg: Geflügelpest erneut nachgewiesen - Landkreis reagiert

Auch das Referenzlabor für Geflügelpest am Friedrich-Löffler-Institut schätze deutschlandweit die Gefahr eines Eintrages der Geflügelpest aus den Wildvogelbeständen in die Geflügelbestände als hoch ein.

Im vergangenen Dezember war es bei toten Schwänen bei Freiensteinau im Vogelsbergkreis nachgewiesen worden, im Januar traf es eine Geflügelhaltung in Freiensteinau, die Tiere wurden getötet. Die Restriktionsgebiete in Osthessen waren Ende Februar wieder aufgehoben worden. (lio)

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