Der Glasfaser-Ausbau im Schlitzerland soll voranschreiten.
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Der Glasfaser-Ausbau im Schlitzerland soll voranschreiten.

Frist bis 30. November

TNG will im Schlitzerland für Glasfaser-Anbindung sorgen - Es fehlen nur noch Abschlüsse

  • Bernd Götte
    VonBernd Götte
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Für die Anbindung an einen Glasfaseranschluss haben viele Schlitzerländer lange und hart gerungen. Nun ist aber für alle eine Lösung in Sicht. 

Schlitz - Verschiedene Anbieter haben sich Hoffnungen gemacht, das Schlitzerland (Vogelsberg) mit schnellem Internet zu versorgen. Das Rennen gemacht hat in den meisten Ortschaften die Firma TNG aus Kiel, die Glasfaserkabel bis ins Haus verlegen möchte. Doch noch zögert das Unternehmen. 40 Prozent der Haushalte möchte TNG mit seinem Angebot erreichen, gegenwärtig sind es in der Gesamtstadt Schlitz aber erst 35.

Die Frist, sich bei dem Unternehmen für einen Vertragsabschluss zu melden, läuft allerdings noch bis zum 30. November. Vertreter der TNG vor Ort ist Raphael Kupfermann, vorher bei der kommunalen Breitbandinfrastrukturgesellschaft Oberhessen, kurz BiGo, beschäftigt. So weiß er, wo den Netzaffinen im Vogelsberg der Schuh drückt. In den meisten Kreisgemeinden treibt die TNG den Breitbandausbau voran, so auch im Schlitzerland.

Vogelsberg: TNG will 40 Prozent Schlitzer Haushalte an Glasfaser anschließen

Dabei hat das Unternehmen das Schlitzerland in zwei Bereiche aufgeteilt, wo vermarktet wird. Der eine umfasst den Unteren Fuldagrund, dort komme man zu guten Vertragsabschlüssen, und der andere die übrigen Gebiete nebst Kernstadt, wo die Vermarktung sich etwas zäher gestaltet als anderswo. (Lesen Sie hier: Glasfaser in jedem Haushalt? So hoch wären die Kosten im Kreis Fulda)

Ob die Teilung des Schlitzerlandes in zwei Gebiete glücklich war, bezweifelt Kupfermann etwas, aber was die Durchführung des Baus angeht, ist er optimistisch. Bei einer vertraglichen Abdeckung von 35 Prozent könne man eventuell ein Auge zudrücken, zumal während der Bauphase sich häufig noch weitere Anwohner entschlössen, auf die Breitband-Autobahn aufzuspringen.

Herausforderungen bei Verlegung im Vogelsberg - Querungen von Straßen und Gewässern

Dass diese sehr breit sein wird, glaubt Kupfermann fest: „Wir haben bis heute nicht herausgefunden, was man mit Glasfaserkabeln alles leiten kann“. Die Kapazitäten erschienen schier unerschöpflich. Bei den bisher gängigen Kupferleitungen, auch beim VDSL-Vectoring, sei mit 250 Mbit das Ende der Fahnenstange erreicht, was aber derzeit den meisten Haushalten auch ausreiche.

Aber dies sei eine Technik von gestern. „Was die Kupferleitungen in den 80er und 90er Jahren waren, das sind jetzt die Glasfaserkabel“, sagt Kupfermann. Wirtschaftlich müsste sich die kostenfreie Verlegung der Leitungen für TNG rechnen. „Wir müssen bei der Verlegung im Schlitzerland nicht mir Basaltablagerungen rechnen wie im Hohen Vogelsberg“, führt Kupfermann an. Herausfordernd seien die Querung von Straßen und Gewässern. Dies sei auch der Größe der Fläche des Stadtgebietes Schlitz geschuldet. Rentieren werde sich die Verlegung der Kabel erst in einigen Jahren. „Wir haben vor, unsere Kunden zu hegen und zu pflegen“, verspricht Kupfermann.

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