MVZ-Geschäftsführer Ulf Werner (links) und Bürgermeister Sascha Spielberger (rechts) verabschiedeten den langjährigen Freiensteinauer Hausarzt Dr. Andreas Böhme.
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Bürgermeister Sascha Spielberger (rechts) verabschiedete den langjährigen Freiensteinauer Hausarzt Dr. Andreas Böhme.

15 Jahre im Blauen Eck

Hausarzt Dr. Andreas Böhme aus Freiensteinau vom MVZ Vogelsberg verabschiedet

  • Walter Kreuzer
    VonWalter Kreuzer
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Sein letzter Arbeitstag als Hausarzt in Freiensteinau liegt einige Wochen zurück. Nun wurde Dr. Andreas Böhme auch offiziell in den Ruhestand verabschiedet – durch Bürgermeister Sascha Spielberger (parteilos) und MVZ-Geschäftsführer Ulf Werner.

Freiensteinau - Das Rentenalter hat Böhme mit 66 bereits erreicht. Aber: „Ich werde auch künftig ärztlich tätig sein. Ich genieße die Zeit, bin aber für etwaige Tätigkeiten offen. Für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst, der bundesweit über die Nummer 116 117 erreichbar ist, übernehme ich Notdienste im Lauterbacher Eichhof-Krankenhaus. Aber der tägliche Druck ist jetzt weg“, erzählt er während der Zusammenkunft im Freiensteinauer Rathaus im Vogelsberg.

Apropos Freiensteinau: Hier im Blauen Eck ist Böhme längst heimisch geworden und „hier werde ich auch bleiben“. Der Mediziner stammt aus dem ostthüringischen Altenburg, war später in Oberaula (Schwalm-Eder-Kreis) als Hausarzt tätig und kam im Herbst 2006 ins Blaue Eck. Hier trat er in der Praxis von Dr. Peter Schnepp die Nachfolge von dessen Frau Gieslinde an. „Es hat Spaß gemacht. Ich fühle mich wohl und bleibe hier. Es war eine gute Zeit mit den üblichen Höhen und Tiefen. Hier konnte ich als Landarzt an der Basis tätig sein und in Kontakt mit den Menschen kommen“, fasst der Mediziner die vergangenen eineinhalb Jahrzehnte zusammen. Besondere Momente aus dieser Zeit will er nicht hervorheben. (Lesen Sie hier: MVZ-Neubau verzögert sich weiter)

Vogelsberg: Hausarzt Dr. Andreas Böhme aus Freiensteinau vom MVZ verabschiedet

Einen „musikalischen und vitalen Ruhestand“ wünschte Ulf Werner, Geschäftsführer des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Vogelsberg. Werner spielte damit auf die von Böhme erwähnten Auftritte mit den Werth-Boys an. Diese Gesangsgruppe aus Männern aus der Nachbarschaft in der gleichnamigen Freiensteinauer Straße trat bei Geburtstagen und auch einige Jahre bei den Faschingsveranstaltungen des KV Kikiriki auf – auf dem Akkordeon begleitet durch Dr. Schnepp. „Wir haben uns zum Singen getroffen. Das hat Spaß gemacht. Seit vergangenen Sommer ruht es aber“, erinnert sich Böhme.

Seine letzten Monate als Hausarzt in Freiensteinau war der 66-Jährige beim MVZ angestellt. Dieses hatte Böhmes Praxis mit den Ärzten Böhme und Viola Aulbach übernommen. „Ich möchte mich für Ihr Engagement bei der Gründung des MVZ bedanken. Ohne Sie und Frau Aulbach wäre das MVZ nicht möglich gewesen“, lobte dessen Geschäftsführer.

Ähnlich äußerte sich der Bürgermeister – allerdings mit Blick auf 15 Jahre der hausärztlichen Tätigkeit Dr. Böhmes in der Gemeinde. „Mit Ihnen habe ich die letzten Jahre intensiv versucht, die gesundheitliche Versorgung in der Gemeinde zu stabilisieren. Wir haben viele Stunden mit heißen Köpfen überlegt, wie wir das hinbekommen. Manche Ideen haben funktioniert, andere nicht. Erst im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wurde des MVZ möglich. Es ist auch eine Frucht unserer langjährigen Arbeit, dass es dazu gekommen ist“, hob Spielberger hervor.

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