Blumen blühen auf einer Wiese.
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Im Vogelsbergkreis sollen mehr Blumen für mehr Insekten blühen.

Samentütchen zum Abholen

Insektenschutzprojekt im Vogelsberg: 13 Städte und Gemeinden beteiligen sich - Ziel: Mehr Blühflächen

  • vonHelena Sauer
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Die Untere Naturschutzbehörde des Vogelsbergkreises hat erstmalig ein übergreifendes Insektenschutzprojekt aufgelegt. 13 Städte und Gemeinden nehmen als Projektpartner teil. Im Fokus steht heimisches Saatgut. Das Ziel: Mehr Blühflächen.

Vogelsberg - Schon seit Jahren bemühen sich Kommunen des Kreises Vogelsberg darum, den Insektenschutz voranzutreiben. Diesmal beteiligen sich Alsfeld, Feldatal, Gemünden (Felda), Grebenhain, Herbstein, Homberg (Ohm), Kirtorf, Lautertal, Mücke, Schlitz, Schotten, Schwalmtal und Wartenberg an den Maßnahmen des kreisübergreifendes Insektenschutzprojekts, das durch das Regierungspräsidium Gießen aus Mitteln zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie in Hessen gefördert wird.

Es geht um heimisches Saatgut, das anstelle von Zier- und Kulturpflanzen als typische Blütenpflanzen der Mähwiesen und Magerweiden in Blühstreifenanstelle angesät werden soll. Wie es in einer Mitteilung heißt, sei für das Projekt ausschließlich Saatgut heimischer Arten ausgewählt worden. (Lesen Sie hier: Regionalgruppe „Kinzig-Spessart“ wächst: 30 Mitglieder setzen sich seit Oktober für Artenschutz ein)

Insektenschutzprojekt: Mehr Blühflächen für den Kreis Vogelsberg

Insgesamt ist Regio-Saatgut mit heimischen Arten für 35000 Quadratmeter Blühfläche angeschafft worden. Auch an Privatpersonen sollen Samentütchen verteilt werden, um Hausgärten und andere private Grünfläche anzusäen. Der größte Teil des Saatguts wird zur Ansaat auf kommunalen, innerörtlichen Grünflächen verwendet. Flächen, die ohnehin schon da sind, sogenannte „Eh-Da“-Flächen, können auf diesem Weg für Natur und Artenvielfalt aufgewertet werden.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak und Astrid Rauner von der Unteren Naturschutzbehörde des Vogelsbergkreises halten Saattüten und Flyer für die Bürger bereit.

Für Bürgerinnen und Bürger stehen Samentütchen zum Abholen bereit. Diese werden - solange der Vorrat reicht - an folgenden Abholstellen angeboten: Rathaus Feldatal, Blumenhaus Schermer, Groß-Felda sowie „Christiane‘s Blüten Reich, Floristik und mehr“ in Ermenrod, Rathaus Gemünden (Felda), Rathaus Herbstein, Bürgerbüro Kirtorf und Rathaus Schlitz.

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