Kindergarten „Am Gänsrasen“
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Der Kindergarten „Am Gänsrasen“ wird mit einem tiergestützten pädagogischen Konzept erweitert.

Einstimmiger Beschluss

Kindergarten „Am Gänsrasen“ in Schlitz wird erweitert - U3-Krippe zieht in die Jahnstraße

Junge Familien wird es freuen: Die Kinderbetreuung in Schlitz wird fortentwickelt. Für die Ü-3-Kinder wird der Kindergarten „Am Gänsrasen“ erweitert. Für unter Dreijährige werden Räume in der Jahnstraße 6 angemietet.

Schlitz - Dies wurde einstimmig in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung in Schlitz im Kreis Vogelsberg beschlossen. Die Erweiterung des Kindergartens „Am Gänsrasen“ wird für eine tiergestützte Pädagogik gestaltet. Marius Kokel erläuterte, dass zwei Varianten zur Wahl standen: entweder den bestehende Kindergarten „Am Gänsrasen“ erweitern oder ein Neubau am Hohmannsgrund als Bauernhofkindergarten. Eine Erweiterung der bestehenden Einrichtung ist um mehr als die Hälfte billiger als ein Neubau. Die Verwaltung empfahl daher die Erweiterung.

Um ausreichend Platz für Kinder und Tiere zu haben, wird die Kindergartenfläche um circa 480 Quadratmeter erweitert. Ein Kindergartenwagen inklusive Terrasse soll am westlichen Rand des Grundstücks aufgestellt werden, gegenüber die Ställe mit Auslauf für Zwergziegen, Hühner, Hasen und Meerschweinchen. Für die unter Dreijährigen wird das Haus Jahnstraße 6 für zunächst zehn Jahre angemietet. Um dort zwei Gruppen unterzubringen, sind kleinere Umbauarbeiten notwendig, die der Eigentümer ausführt. Platz wäre dann für zwei Gruppen mit jeweils zehn U-3-Kindern. Möglich wäre aber auch eine U-3-Gruppe aus zehn Kindern und eine Ü-3-Gruppe mit maximal 18 Kindern. (Lesen Sie hier: 67.000 Euro für Kita-Umbau in Queck: Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak übergibt Förderbescheid)

Vogelsberg: Kindergarten „Am Gänsrasen“ in Schlitz wird erweitert - U3-Kinder ziehen um

Die Vorschläge stießen bei allen Fraktionen auf Zustimmung. „Es ist ein guter Tag für junge Familien und deren Kinder“, betonte Professor Dr. Konrad Hillebrand von der SPD. Ein kleiner Wermutstropfen sei, dass es erst 2021 geschieht. Kevin Alles von der CDU meinte, es habe zwar etwas länger gedauert, der Weg sei aber auch etwas schwierig gewesen. Dr. Jürgen Marxsen befand: „Ich freue mich, dass wir es mit vereinten Kräften geschafft haben, die Versorgung der Kinder im Ü3- und U3-Bereich sicherzustellen.“ Für die FDP stellte Daniel Braun fest, dass es „grundsätzlich nichts zu kritisieren“ gebe. Er fragte aber, ob der Kindergarten dann eine eigene Leitung bekommt und ob sichergestellt ist, dass sich auch die Tiere wohlfühlen.

Das ehemalige Hotel „Guntrum“ soll abgerissen werden. An seiner Stelle sollen Wohnungen entstehen.

Erster Stadtrat Willy Kreuzer kündigte an, dass es eine eigenständige Leitung geben werde, weil das Vorhaben sonst nicht umzusetzen sei. Dr. Katja Landgraf (FDP) griff die Frage nach dem Tierwohl auf: „Wie sollen die Tiere versorgt und betreut werden? Und ist eine Überwachung mit Kameras geplant?“ Kreuzer teilte mit, dass 450-Euro-Kräfte die Fütterung und das Ausmisten übernehmen sollen, wenn der Kindergarten zu ist. Eine Kameraüberwachung sei mit Blick auf den Datenschutz nicht geplant.

Ein weiteres Thema in der Sitzung war der Neubau eines Gerätehauses für die Feuerwehr Schlitz-Süd. Willy Kreuzer teilte mit, dass die Kosten statt der geplanten 1,2 Millionen nun 1,8 Millionen Euro betragen würden. Man habe daher beschlossen, „die Reißleine zu ziehen“ und den Baubeginn auf das kommende Jahr zu verschieben. Dies sei mit der Hoffnung verbunden, dass die Preise für Baumaterial sinken werden. Marxsen sprach von einem „ziemlichen Batzen, der bei der Ausschreibung dazugekommen ist“. Er fragte, ob es 2022 günstigere Bedingungen geben werde. Kreuzer meinte, es könne sein, dass sich die Preise normalisieren. „Aber ich bezweifle das auch“, sagte er.

Schlitz: Hotel „Guntrum“ soll abgerissen werden - „Hotel wird es nicht mehr geben“

Des Weiteren teilte der Erste Stadtrat mit, dass das ehemalige Hotel „Guntrum“ abgerissen werden soll. Er habe mit der Eigentümerin gesprochen. Sie habe ihm gesagt, dass es noch Klärungsbedarf mit der Versicherung wegen des Brandschadens gebe. „Ein Hotel wird es nicht mehr geben“, teilte Kreuzer weiter mit. Die Eigentümerin plane nun ein Wohnhaus mit Eigentums- und Mietwohnungen neu zu bauen.

Zur Situation um den erkrankten Bürgermeister Alexander Altstadt hielt sich Willy Kreuzer auch mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte bedeckt. Er sei mit mehren Stellen im Gespräch und erwarte noch in diesem Monat weitere Informationen.

An der Stadtverordnetenversammlung nahm erstmals Daniel Scheibner für die CDU-Fraktion teil. Er ist für Stefanie Becker nachgerückt, die auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist. (Von Dirk Steffen)

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