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Baustellenfahrzeug kracht frontal gegen Lkw - Zwei Männer schwer verletzt

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Auf der A5 kam es am Montagabend zu einem schweren Unfall.
Auf der A5 kam es am Montagabend zu einem schweren Unfall. © Polizei

Auf der A5 im Vogelsberg ist es am Montagabend zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Baustellenfahrzeug ist frontal gegen einen Lkw gekracht. Zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt.

Update vom 12. April, 10.58 Uhr: Wie die Polizei jetzt mitteilt, ist die A5 inzwischen in Richtung Norden wieder befahrbar. Die Bergungs- und Räumungsarbeiten haben bis zum Morgen angedauert. Die Reinigungsarbeiten in Richtung Süden dauern weiterhin an.

Lesen Sie hier die Erstmeldung vom 12. April, 6.46 Uhr:

Alsfeld - Am Montag gegen 18.40 Uhr kam es in der Baustelle der A5 im Vogelsbergkreis, zwischen den Anschlussstellen Alsfeld/West und Homberg/Ohm zu einem schweren Verkehrsunfall. In der Großbaustelle des Ohmtaldreiecks fuhr ein Baustellenfahrzeug neben der Fahrbahn im Baustellenbereich in nördlicher Richtung, teilte die Polizei mit.

Vogelsberg: Lkw-Unfall auf der A5 - Zwei Männer schwer verletzt

Der 40-Tonner Silozug fuhr dabei über einen tiefen Absatz und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Fahrer aus dem Landkreis Eschwege durchbrach die Schutzplanke, die die Baustelle von der Fahrbahn trennt und kam so auf die stark befahrene Fahrbahn der A5 in Richtung Süden. Hier stieß der Silozug frontal mit einem Sattelzug aus Potsdam zusammen.

Durch den Aufprall wurde das Führerhaus des Sattelzuges aus Potsdam abgerissen und über die Fahrbahntrennung auf die Gegenfahrbahn in Richtung Norden geschleudert. Bei dem Unfall wurden die beiden Lkw-Fahrer schwer verletzt und in die Kliniken Marburg und Gießen eingeliefert.

Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von circa 200.000 Euro.
Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von circa 200.000 Euro. © Poizei

In der Folge des Unfalles ist die A5 in beiden Fahrtrichtungen weiterhin voll gesperrt. Die Bergung der beiden verunfallten LKW gestaltete sich in der engen Baustelle äußerst schwierig. Zudem liefen größerer Mengen an Diesel und Öl auf die Fahrbahn. Die Fahrbahn musste mit Reinigungsmaschinen gereinigt werden. Da auf den verengten Fahrspuren des Baustellenbereiches keine Rettungsgasse gebildet werden konnte und Lkw teilweise auch beide Fahrspuren nutzten, war eine Annäherung an die Unfallstelle für Rettungs- und Bergefahrzeuge nicht möglich.

Ab 23.30 Uhr war die Nordfahrbahn geräumt und der aufgestaute Verkehr in Richtung Norden konnte an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Für den angestauten Verkehr auf der Südfahrbahn war dies nicht möglich, da die Fahrbahnteiler eine Ableitung über die Gegenfahrbahn verhinderten.

Eine Öffnung der Fahrbahntrennung zur Ausleitung der Fahrzeuge dauert zur Zeit noch an. In den Ortslagen kommt es durch den umgeleiteten Verkehr zu erheblichem Verkehrsaufkommen. Bei dem Unfall entstand an den beiden beteiligten Lkw ein Sachschaden in Höhe von circa 200.000 Euro. Die Schäden an der Fahrbahn und Baustelleneinrichtungen können noch nicht beziffert werden. (ah)

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