Vor der neuen Wache in Freiensteinau (von links): Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland, Geschäftsführer Markus Müller, Landrat Manfred Görig und Bürgermeister Sascha Spielberger.
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Vor der neuen Wache in Freiensteinau (von links): Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland, Geschäftsführer Markus Müller, Landrat Manfred Görig und Bürgermeister Sascha Spielberger.

Übergangslösung

Neue Rettungswache in Freiensteinau geht nach Umzug in 24-Stunden-Betrieb

Zum 1. Januar 2022 hat die neue DRK-Rettungswache in Freiensteinau (Vogelsberg) den 24-Stunden-Betrieb aufgenommen.

Freiensteinau - Nachdem vergangenen August die Umbaumaßnahmen am neuen Wachenstandort begonnen hatten, konnten die Mitarbeitenden des DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) bereits kurz vor Weihnachten in die neuen Räumlichkeiten einziehen. Bei einem Ortstermin im kleinen Kreis wurde die Wache nun gemeinsam mit Landrat Manfred Görig und Bürgermeister Sascha Spielberger vorgestellt, heißt es in einer Mitteilung des DRK Mittelhessen.

Die Rettungswache, die zuvor unter sehr beengten Verhältnissen bei der örtlichen Feuerwehr untergebracht war, fand letztes Jahr mit der Unterstützung vom Vogelsbergkreis und der Gemeinde Freiensteinau eine neue Unterkunft in einem leerstehenden Gebäude der Gemeinde. Seitdem wurden von der Gemeinde Freiensteinau umfangreiche Renovierungs- und Umbauarbeiten geleistet, um die Bedingungen für den 24-Stunden-Betrieb im Vogelsbergkreis und kreisübergreifend bis in Teile des Main-Kinzig-Kreises zu erfüllen.

Vogelsberg: Neue Rettungswache geht nach Umzug in 24-Stunden-Betrieb

„Wir sind sehr dankbar, dass Landkreis und Gemeinde uns hierbei unter die Arme gegriffen haben. Ohne dieses ausgesprochene Engagement und die gute Zusammenarbeit wäre der Umzug in so kurzer Zeit nicht realisierbar gewesen“, betont Betriebsleiter Ruppert. Auf der Wache ist ein Rettungswagen stationiert, für den der DRK Rettungsdienst Mittelhessen zusätzlich eine Garage bereitstellt, die noch im Januar gebaut werden soll. (Lesen Sie hier: Zehn-Millionen-Euro-Neubau: Das ist Fuldas neue Leitstelle)

2021 wurde die Rettungswache Freiensteinau zu rund 410 Einsätzen alarmiert. „Das zeigt die Bedeutung des Wachenstandortes. Durch den Rund-um-die-Uhr-Betrieb wird nun die rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung im Vogelsbergkreis weiter ausgebaut und verbessert“, stellt Landrat Görig klar. Der Standort ist komplett ebenerdig und bietet schnelle und sichere Ausrückebedingungen. „Die räumliche Lage ist, was die Abdeckung des Bereichs in Bezug auf die Hilfsfristen betrifft, ebenfalls sehr gut“, heißt es weiter.

Durch ihre großzügigen Räumlichkeiten bietet der neue Standort deutliche Verbesserungen gegenüber der bisherigen Wache. Er erfüllt damit auch die Voraussetzungen für eine Aufstockung vom 12- in den 24-Stunden-Betrieb. „Die Gemeinde freut sich sehr, dass die angekündigte 24-Stunden-Rettungswache nun ihren Dienst aufnimmt. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung der örtlichen Notfallversorgung“, erklärt Bürgermeister Spielberger.

Neue Rettungswache in Freiensteinau nur Übergangslösung

Ein großzügiger Aufenthaltsraum, eine Küche, Ruheräume, Umkleiden sowie Lager und Hygieneschleuse verbessern zudem die Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen für die Rettungskräfte. Die Erweiterung der rettungsdienstlichen Vorhaltung war bereits seit längerem aufgrund eines Gutachtens des Vogelsbergkreises geplant. Wegen des verbesserten Personalschlüssels war dies nun umsetzbar.

„Dem Rettungsdienst Mittelhessen und dem Vogelsbergkreis gelten ein Dankeschön für die pragmatische und sehr gute Zusammenarbeit bei der Schaffung dieser Zwischenlösung. Das nächste Ziel ist die dauerhafte Unterbringung in einem entsprechenden Neubau“, sagt Spielberger.

Denn trotz der aufwändigen Maßnahmen ist der Standort am Kirchberg eine Übergangslösung. Um den rettungsdienstlichen Standards gerecht zu werden, plant der RDMH mittelfristig einen Wachen-Neubau nach bewährtem Wachenkonzept. Hierfür steht bereits ein Grundstück an der Wächtersbacher Straße in Aussicht, auf welchem voraussichtlich im Laufe der nächsten zwei Jahre die Bauarbeiten beginnen sollen. (ah)

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