Vogelsberg: Landrat Manfred Görig, (Dritter von links), gemeinsam mit Dirk Topnik (von links), Dr. Jorge Riera-Knorrenschild, Dr. Raghdan Baroudi, Dr. Dagmar Federwisch, Christiane Groß, Nadin Nagel und Alexander Braschoß freuen sich über die Kooperation der drei Häuser.
+
Landrat Manfred Görig, (Dritter von links), gemeinsam mit Dirk Topnik (von links), Dr. Jorge Riera-Knorrenschild, Dr. Raghdan Baroudi, Dr. Dagmar Federwisch, Christiane Groß, Nadin Nagel und Alexander Braschoß freuen sich über die Kooperation der drei Häuser.

In Alsfeld

Onkologische Versorgung ab Oktober am Kreiskrankenhaus - Görig: Anlaufstelle für Menschen der Region

Onkologische Behandlungsmöglichkeiten werden ab dem 1. Oktober wieder am Kreiskrankenhaus in Alsfeld zur Verfügung stehen. Möglich macht das eine Kooperation mit der Klinik Schwalmstadt und dem Universitätsklinikum Marburg.

Vogelsbergkreis - Die Vorbereitungen liegen im Zeitplan, verkündete der Vogelsbergkreis in einer Pressemitteilung: Ab 1. Oktober stehen in den Räumlichkeiten am MVZ Facharztzentrum am Kreiskrankenhaus in Alsfeld den Menschen der Region wieder onkologische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. „Wir setzen hier ein positives Zeichen. Ab Oktober steht den Vogelsbergerinnen und Vogelsbergern in Alsfeld wieder eine wohnortnahe Möglichkeit der onkologischen Versorgung zur Verfügung“, sagte Landrat Görig.

Dass man dieses Angebot eng mit dem Krankenhaus des Vogelsbergkreises in Alsfeld (KKA) verknüpfen und wiederbeleben könne, sei ein echter Gewinn für die medizinische Versorgung in der Region, stellte Landrat Görig heraus. Vorerst werden an drei Tagen in der Woche Onkologie-Experten des Asklepios Klinikums Schwalmstadt und des Universitätsklinikums Marburg Sprech- und Behandlungszeiten anbieten. „Das ist ein guter Anfang. Miteinander haben wir hier eine tragfähige Lösung gefunden“, unterstrich Landrat Görig. (Lesen Sie auch: Volker Röhrig ist neuer Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Alsfeld)

Vogelsberg: Onkologische Versorgung ab Oktober wieder am Kreiskrankenhaus

Nach Monaten der Vorbereitung habe man gemeinsam eine interdisziplinäre und kompetente Anlaufstelle für die Menschen der Region auf die Füße gestellt. Die Kombination der Expertise aus drei Häusern, die am MVZ in Alsfeld zusammenlaufen, bringe Vorteile für die Patienten. „Die Kombination macht Sinn. Der interdisziplinäre Ansatz bietet eine moderne und umfassende onkologische Betreuung und Therapie“, sagte Dr. Jorge Riera-Knorrenschild, Oberarzt Interdisziplinäre ambulante Chemotherapie und Leiter der Palliativstation am Universitätsklinikum Marburg. Und Dr. Raghdan Baroudi, Ärztliche Leitung, Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin des Asklepios Klinikums Schwalmstadt, ergänzte: „Belastende Wege werden verringert und durch die gute Vernetzung der drei Häuser können Menschen, die hier leben, auch hier behandelt werden.“

Beide Mediziner werden gemeinsam mit Dr. Christoph Mann vom Universitätsklinikum Marburg fundierte medizinische Versorgung anbieten. Davon zeigen sich auch Dr. Dagmar Federwisch, Geschäftsführerin des Asklepios Klinikums Schwalmstadt, sowie Dirk Topnik, Geschäftsführer und Personalleiter am KKA, und Alexander Braschoß, Geschäftsführer und Leiter Finanz- und Rechnungswesen, Einkauf und Patientenservice am KKA, überzeugt. Ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden medizinischen Versorgung sei nun wieder verfügbar - und stehe ab sofort für die Patientenversorgung bereit. „Die Patienten der Region haben nun wieder einen Fixpunkt, einen Ort, wo sie sich hinwenden können, um moderne und interdisziplinäre Behandlungsangebote in Anspruch zu nehmen“, sagte Landrat Görig.

Kooperation mit Klinik Schwalmstadt und Uniklinikum Marburg

Zum Jahreswechsel 2020/21 hatte Dr. Susanne Simon-Becker, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, das Medizinische Versorgungszentrum am KKA auf eigenen Wunsch verlassen.

Der Arbeitsmarkt für onkologische Fachärztinnen und -ärzte sei stark umworben, betonte der Vogelsbergkreis in der Pressenotiz. Vor diesem Hintergrund, verbunden mit dem Wunsch, einen interdisziplinären Behandlungsansatz mit einem medizinischen Expertenteam anbieten zu wollen, kristallisierte sich die Kooperationslösung mit der Klinik Schwalmstadt und dem Universitätsklinikum Marburg als „Königsweg“ heraus. (sec)

Das könnte Sie auch interessieren