Etwa 80 Personen fanden sich in Queck um die Kulturscheune ein.
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Etwa 80 Personen fanden sich in Queck um die Kulturscheune ein.

80 Interessierte bei Info-Veranstaltung

Gegen neue Windkraftanlage bei Queck - Ortsvorsteher will Bürgerinitiative

  • Bernd Götte
    VonBernd Götte
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In Queck wehrt man sich neue Windkraftanlagen: der Ortsbeirat hatte am Freitagabend zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, zu der rund 80 Interessierte gekommen sind.               

Schlitz - Ortsvorsteher Hans Kraft berichtete, dass der Abstand der geplanten Windkraftanlagen zum Teil nur 1000 Meter zur Ortslage betrage, was viel zu gering sei. Zudem seien pro Gemeinde nur zwei Prozent der Fläche als Fläche für Windkraftgebiet vorgesehen, dies habe die Stadt Schlitz (Vogelsberg) mit derzeit vier Prozent schon übererfüllt. Die Windkraftanlagen waren bereits bei der Stadtverordnetenversammlung Thema.

Sorge machen den Queckern besonders die geplanten Windkraftanlagen auf dem Loch- beziehungsweise Zimmerberg. Diese, so betonte der Ortsbeirat in einem Aufruf, würden die Lebensqualität in Queck empfindlich beeinträchtigen. Deswegen möchte Kraft gerne, dass sich eine Bürgerinitiative gegen das Projekt formiert. Für den 14. Juli hat er den örtlichen Landtagsabgeordneten Michael Ruhl (CDU) eingeladen, der sich gegen 18 Uhr dann den Fragen der Bürger stellen solle.

Vogelsberg: Ortsvorsteher von Queck will Bürgerinitiative gegen Windkraft

Dafür sei aber die Gründung einer Bürgerinitiative notwendig. Kraft ärgerte sich während seiner Ansprache auf der Terrasse der Kulturscheune darüber, dass die Regionalversammlung nicht Wort gehalten habe, keine Windkraftanlagen über das Soll im Schlitzerland zu errichten. Dabei verwies Kraft auch auf ein sieben Jahre altes Gutachten hin, wonach der Rotmilan in dem vorgesehenen Gebiet gerne brüte.

Aber natürlich ging es Kraft auch um die Menschen: „Der ländliche Raum scheint der Politik nicht sehr am Herzen zu liegen“. Wer sich bei der geplanten Bürgerinitiative engagieren will, kann sich unter der Nummer (06642) 6170 melden oder den Abschnitt der Aufrufes, der im Ort verteilt wurde, beim Ortsvorsteher einwerfen. 

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