31 Schüler behandelt

Pfefferspray in Lauterbacher Schule versprüht? Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

In der Schule an der Wascherde in Lauterbach (Vogelsberg) herrschte am Montag große Aufregung. Dutzende Schülerinnen und Schüler sind durch einen reizenden Stoff - vermutlich Pfefferspray - verletzt worden. Für den oder die Verursacher kann der Vorfall ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.

Update vom 29. Juni, 14.34: Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Köperverletzung aufgenommen, „derzeit noch gegen unbekannt“, heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Osthessen. Die genauen Hintergründe stünden derzeit noch nicht fest und seien Bestandteil der weiteren Ermittlungen. Auch zu dem reizenden Stoff können die Beamten weiterhin keine Angaben machen. Laut Polizei kann der Unterricht aber seit heute wieder normal stattfinden.

+++ 16.47 Uhr: Fünf der 31 behandelten Personen mussten zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden, teilt der Vogelsbergkreis zu dem Vorfall in der Schule an der Wascherde mit. Während die Schulleiterin von mehreren Dosen Pfefferspray spricht, ist beim Landkreis von Reizgas die Rede. Polizeisprecher Patrick Bug zufolge müsse noch ermittelt werden, um was genau es sich bei dem „unbekannten reizenden Stoff“ handelt.

Vogelsberg: Pfefferspray in Schule versprüht - 31 Schüler verletzt

Update vom 28. Juni, 16.09 Uhr: Schulleiterin Tanja Karina Schwan-Brosig hat sich gegenüber Reportern vor Ort zu dem Vorfall in ihrer Schule geäußert. Ihr zufolge habe ein Schüler oder eine Schülergruppe in der „zweiten großen Pause“ gegen 11.20 Uhr mehrere Dosen Pfefferspray in der Schule versprüht - unter anderem in der Jungentoilette.

Daraufhin hätten mehrere Kinder über Augen- und Atemwegsprobleme geklagt. 31 der insgesamt 430 Schülerinnen und Schüler wurden vom Rettungsdienst behandelt. Die Schule hat die Eltern der betroffenen Kinder informiert.

Zahlreiche Polizisten und Rettungskräfte waren im Einsatz, um sich um die verletzten Schülerinnen und Schüler zu kümmern.

Die Polizei ermittelt nun, wer für die Pfefferspray-Attacke in der Schule verantwortlich ist. „Der oder die Schüler, die das gemacht haben, denen ist das Ausmaß gar nicht bewusst“, sagt Schulleiterin Schwan-Brosig, die froh ist, dass niemand schwer verletzt wurde.

Erstmeldung vom 28. Juni, 13.21 Uhr:

Lauterbach - Am Montag gegen 12 Uhr wurde der Polizei mitgeteilt, dass sich in der Schule an der Wascherde in Lauterbach (Vogelsberg) ein unbekannter reizender Stoff - möglicherweise Pfefferspray - verteilt hat. Laut den Beamten klagen mehrere Personen über Augen- und Atemwegsprobleme.

Großeinsatz im Vogelsberg: Pfefferspray-Attacke in Lauterbacher Schule versprüht

Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort und kümmern sich um die Verletzten. „Nach derzeitigem Kenntnisstand sind bislang keine schwerwiegenden Verletzungen bekannt geworden“, berichtete die Polizei gegen 13 Uhr. (Lesen Sie auch: Feriengast sprüht Vermieter Pfefferspray ins Gesicht)

Die genauen Hintergründe stehen derzeit noch nicht fest und sind Bestandteil der Ermittlungen. „Es besteht derzeit jedoch keine Gefährdung mehr für weitere Personen“, so die Beamten. (lio)

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