Vogelsberg: Das Kreuz trugen die Pilger mit Fassung.
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Das Kreuz trugen die Pilger mit Fassung.

Vier Stunden unterwegs

Mit dem Kreuz durch Wald und Wiesen: Vierte Pilgerwanderung des Dekanats Vogelsberg

  • Bernd Götte
    VonBernd Götte
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Von Schlitz über Fraurombach zurück führte die letzte Pilgerwanderung des evangelischen Dekanats in diesem Jahr. Vier Stunden waren die Gläubigen auf den Beinen, um die Wanderung zur Einkehr und zum Gespräch zu nutzen. 

Schlitz - Das Wetter spielte am Freitagnachmittag im Vogelsberg mit. „Ich habe gestern in meinem Abendgebet um schönes Wetter gebeten“, meinte Stadtrat Paul Weber (BLS) im Gespräch kurz nach dem Start an Schloss Hallenburg. Vielleicht war dies nur scherzhaft gemeint, aber Dekanin Dr. Dorette Seibert versicherte, dass an allen vier Pilgerwanderungen des Dekanats der Himmel den Wandernden hold zu sein schien.

Die Wanderungen fanden ein wenig nach dem Windrosenprinzip statt: im Norden (Homberg), im Süden (Herchenhainer Höhe), im Westen (Lutherweg bei Romrod) und eben im Osten in Schlitz. Dort versammelten sich etwa 30 Pilgerinnen und Pilger vornehmlich mittleren Alters, um sich mit der Dekanin auf den Weg zu machen. (Lesen Sie auch: „Evangelische Christusgemeinde Schlitzerland“: Das sagen die Kirchenvorstände zur Gründung)

Vogelsberg: Vierte Pilgerwanderung des Dekanats durch Wald und Wiesen

Dieser sollte sie bis nach Fraurombach führen, wo sie in der Kirche Station machten. Nach etwa vier Stunden kamen sie dann wieder im Schlossgarten an. Dabei wirkte das Ganze wie eine lockere Wandergruppe, lediglich ein Holzkreuz, das vorangetragen wurde, wies Vorbeigehende auf den religiösen Hintergrund der Wanderung hin.

Angesichts des guten Wetters war Dekanin Dorette Seibert bester Stimmung.

In einer kurzen Andacht erinnerte Seibert an andere Menschen aus der Bibel, die unterwegs waren, so an Abraham und an Moses und das Volk Israel. Für die Stadt begrüßte Paul Weber die Wandernden und blieb auch wacker auf dem Weg dabei. Für Seibert war die Wanderung auch eine Gelegenheit, nach der langen Corona-Zeit einmal wieder ganz ungezwungen mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

„Wir wollen auch fragen, was Christsein heute überhaupt bedeutet“, erklärte sie. Denn in privaten Unterhaltungen spiele der Glaube heute kaum noch eine Rolle. Und als gebürtige Wallenröderin fühlte sie sich in der sonnendurchfluteten Natur des Schlitzerlandes auch sichtlich wohl.

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