Um einen hohen fünfstelligen Euro-Betrag haben Unbekannte eine Frau aus dem Vogelsberg betrogen. Die Trickbetrüger nutzten Online-Transaktionen aus (Symbolfoto).
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Um einen hohen fünfstelligen Euro-Betrag haben Unbekannte eine Frau aus dem Vogelsberg betrogen. Die Trickbetrüger nutzten Online-Transaktionen aus (Symbolfoto).

Fall im Vogelsberg

Betrüger tricksen Frau (58) aus - hoher fünfstelliger Betrag mit Online-Transaktionen ergaunert

Um einen hohen fünfstelligen Euro-Betrag haben bislang Unbekannte eine Frau aus dem Vogelsberg betrogen. Die Trickbetrüger nutzten bei ihrer Tat Online-Transaktionen aus.

Vogelsberg - Wie das Polizeipräsidium Osthessen in Fulda am Montag mitteilte, hatten Unbekannte eine 58-jährige Frau aus dem Vogelsberg am Mittwoch (6.10.2021) telefonisch kontaktiert. Sie gaben sich als deren Bankmitarbeiter aus. Im Telefonat erkundigten sich die Betrüger, ob die Dame postalisch einen Code für Online-Transaktionen erhalten habe. Als die 58-Jährige dies verneinte, beendeten die Anrufer das Gespräch.

Tags darauf kontaktierten die Schwindler die Frau den weiteren Angaben der Polizei allerdings erneut und fragten nach dem Code. Da die Vogelsbergerin mittlerweile tatsächlich unvorhergesehene Post von ihrer Bank erhalten hatte, glaube sie den Angaben der Betrüger und gab die geforderten Informationen am Telefon durch. (Lesen Sie auch: Corona-Trickbetrug - 60.000 Euro für „besondere Impfung“)

Vogelsberg: Betrüger tricksen Frau aus - hoher Betrag mit Online-Transaktionen ergaunert

„Einer Freischaltung von Online-Transaktionen durch Nutzung dieses Codes stimmte die Dame auf Nachfrage der Anrufer ausdrücklich nicht zu“, berichtete ein Sprecher der Polizei. „Bereits am darauffolgenden Tag stellte die 58-Jährige jedoch mit Erschrecken fest, dass ihre Konten mit einem hohen fünfstelligen Betrag belastet worden waren.“

In diesem Zusammenhang warnt Ihre Polizei: „Trickbetrug ist vielfältig.“ Und: „Codes zur Freischaltung von Online-Transaktionsplattformen der Banken müssen von den Kunden persönlich bei der jeweiligen Hausbank angefordert werden. Sollten sie keine entsprechenden Unterlagen angefordert haben, beenden Sie eingehende Gespräche angeblicher Bankmitarbeiter und rufen Sie ihre Hausbank unter der Ihnen bekannten Rufnummer an. Geben Sie Bankdaten, auch diese, die Sie mit der Post erhalten, niemals am Telefon oder an Unbekannte weiter.“

Es sei nicht auszuschließen, dass sich die Täter - wie bereits in ähnlich gelagerten Fällen bekannt geworden - im Voraus sogenannter Phising-Mails bedienen, um die Daten Ihrer späteren Opfer unbemerkt auszuspähen. Hierdurch gelangen die Schwindler an vertrauliche Daten, die während der Betrugshandlung dazu dienen können, das Vertrauen des späteren Opfers, durch Aufrechterhaltung ihrer Legende, zu gewinnen.

Video: Neue Masche bei Onlinebanking-Betrug

Die Polizei rät: „Beenden Sie das Gespräch daher auch, wenn dem Anrufer allgemeine Daten von Ihnen vorliegen und kontaktieren Sie einen Ihnen persönlich bekannten Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld oder vertrauliche oder persönliche Daten von Ihnen fordert. Rufen Sie Ihre Verwandten oder persönlichen Kontaktpersonen unter den Ihnen bekannten Telefonnummern oder die Polizei unter der 110 an. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.“

Abschließend weisen die Beamten daraufhin, dass Folgen, wie Rückzug aus der Gesellschaft und Schamgefühl, Trickbetrügern eine Plattform bieten. „Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Scheuen Sie sich nicht die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren.“ Informationen zum Trickbetrug finden gibt es auf der Internetseite www.senioren-sind-auf-zack.de (sar)

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