Ein verirrtes Reh fand im Vogelsberg zunächst nicht mehr den Weg aus einem Garten.
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Ein verirrtes Reh fand im Vogelsberg zunächst nicht mehr den Weg aus einem Garten.

Aufregung im Vogelsberg

Junges Reh verirrt sich in Garten: Polizei ruft Jäger - Dann versucht die Nachbarin einen Trick

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Aufregung im Vogelsberg: Ein junger Rehbock hatte sich in einem Garten verirrt und fand nicht mehr raus. Die Polizei wurde alarmiert und rief einen Jäger hinzu.

Lauterbach - Am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr hatten Anwohner in der Schubertstraße in Lauterbach im Vogelsbergkreis einen verirrten Rehbock in einem Garten entdeckt. Sie alarmierten die Polizei. Die Beamten kamen nach etwa fünf Minuten.

Vogelsberg: Junger Rehbock verirrt sich in einem Garten - Polizei ruft Jäger

Die Polizei wollte daraufhin, einen Förster einschalten. Dieser erklärte, er sei nicht zuständig. Schließlich gelang es den Beamten, einen Jäger zu erreichen, der dann auch in die Schubertstraße kam, wo sich der junge Rehbock verirrt hatte. Das Tier war durch die Hofeinfahrt auf das umzäunte Grundstück am Ortsrand gekommen, fand aber nicht mehr den Weg hinaus.

Das Reh - die kleinste und häufigste Hirschart in Deutschland und Europa war übrigens durch die „Deutsche Wildtier“-Stiftung 2019 als „Tier des Jahres“ ausgewählt worden - war nicht verletzt, duckte sich aber verängstigt in den Rasen. Dass Tier durch den Jäger erschießen zu lassen, stand bei dem Einsatz in dem Garten in Lauterbach nicht zur Debatte.

„Lasst den Rehbock in Ruhe. Er wird sich seinen Weg in die Freiheit selbst suchen“, riet schließlich der Jäger. Die Polizei sperrte daraufhin die Straße, um zu verhindern, dass Passanten das Reh stören oder diese gegebenenfalls umgerannt werden. Schließlich ging eine Nachbarin in den Garten daneben, um das Tier zu Flucht zu animieren.

Offenbar zeigte diese Taktik dann Wirkung, denn der Rehbock entschloss sich nach einer kurzen Weile, das Weite zu suchen. Das Reh sprang mit schnellen Sprüngen über die Straße davon. Die Polizei wollte den Rehbock dann zunächst noch mit Sicherheitsabstand folgen, um zu erkennen, falls sich das Tier im nächsten Garten verstecken würde.

Ein verirrtes Reh fand im Vogelsberg zunächst nicht mehr den Weg aus einem Garten.

Das passierte aber zum Glück nicht, und der Rehbock rannte querfeldein davon. Die Polizei gab daraufhin die Verfolgung des Tieres auf. Das Tier wurde ziehen gelassen, damit es wieder den Weg in den Wald finden kann. Nach etwa 30 Minuten war der tierische Einsatz zur Rettung des Rehs im Vogelsberg dann beendet.

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Aktuell interessieren sich viele Leser in Osthessen auch für das Thema Schlangen. Ein Mann aus Fulda hatte jüngst eine etwa 1,20 Meter lange Ringelnatter gefunden. Zahlreiche Leser berichteten daraufhin von ihren Erlebnissen mit Schlangen in Osthessen. Nach dem Ringelnatter-Fund in der Fulda-Aue mahnten Experten, dass solche Schlangen „auf keinen Fall“ totgeschlagen werden sollten.

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