Eine leere Schaukel
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In Freiensteinau wurden bei der jährlichen Hauptinspektion 14 Spielplätze überprüft. (Symbolfoto)

14 Spielplätze überprüft

Gute Note vom Spielgeräte-Tüv: Jährliche Hauptinspektion in Freiensteinau

  • Walter Kreuzer
    VonWalter Kreuzer
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Manche Geräte auf den Spielplätzen der Gemeinde Freiensteinau (Vogelsberg) haben bereits ein gesegnetes Alter erreicht. Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist ihr Zustand jedoch „gut“, wie aus dem aktuellen Bericht zur jährlichen Hauptinspektion hervorgeht.

Freiensteinau - In jedem Ortsteil der Gemeinde im Vogelsbergkreis gibt es einen Spielplatz. In Radmühl sind es zwei – je einer im ehemals preußischen und einer im einst hessischen Teil des Dorfes. Zusammen mit denen an der Grillhütte in Weidenau und im Kindergarten Arche Noah sind es 14 Anlagen, die die Gemeinde alljährlich durch den „Spielgeräte-Tüv“ prüfen lässt. Bei dieser Begehung durch einen „qualifizierten Spielplatzprüfer“ des Alsfelder Kreiskrankenhauses werden zudem die Geräte an den Sportplätzen der SG Freiensteinau und des SV Nieder-Moos in Augenschein genommen.

„Das Gesamtergebnis beläuft sich auf eine Risikobewertungszahl von 0,6 Punkten. Damit hat die Kommune den guten Wert aus dem letzten Jahr halten können“, heißt es in dem Bericht. Dieser wurde von Bürgermeister Sascha Spielberger (parteilos) und Heiko Lein, der am Bauhof der Gemeinde für die alle sechs bis acht Wochen stattfindenden Sichtkontrollen zuständig ist, positiv und zufrieden zur Kenntnis genommen.

Vogelsberg: 14 Spielplätze überprüft - Gute Note vom Spielgeräte-Tüv

Dies auch vor dem Hintergrund von einst deutlich schlechteren Bewertungen. „Vor fünf oder sechs Jahren lagen wir bei über fünf Risikopunkten, nun stabil bei 0,6. Das lässt darauf schließen, dass nun nur noch der normale Verschleiß zu beheben ist“, folgert Lein. (Lesen Sie hier: Badeunfälle von Kindern - „Eltern unterschätzen Freigewässer“)

Tatsächlich seien in den vergangenen Jahren immer wieder veraltete Spielgeräte ausgemustert worden. In Spielbergers Wohnort Gunzenau 2020 sogar eines, auf dem der 44 Jahre alte Rathauschef als Kind einst selbst gespielt hat. „Solche Geräte kommen nach und nach weg“, sagt Lein, der für seine regelmäßige Tour über die Spielplätze einen Arbeitstag einplant.

Bei diesen Sichtprüfungen gehe es zum Beispiel um lockere Schrauben, die festzuziehen seien, aber auch darum, Sand und Kies auszutauschen. Dieser dient unter anderem als Fallschutz. Ein solcher unterliegt – wie viele andere Details – genauen Vorschriften. Lein: „Es ist genau festgelegt, was bei einer bestimmten Höhe als Fallschutz erlaubt ist. Gras reicht manchmal auch aus. Wenn ein Gerät aber häufig bespielt wird, ist das Gras weg. Und damit auch der Fallschutz. Im Kindergarten zum Beispiel kommt das Gras mit dem Wachsen nicht mehr hinterher.“

„An die öffentlichen Spielplätze werden höhere Anforderungen gestellt, als wenn sich jemand daheim eine Schaukel in den Garten stellt. Dort macht sich niemand Gedanken um einen Fallschutz“, ergänzt Spielberger. (Lesen Sie auch: Neuer Wasserspielplatz in Lauterbach fertiggestellt)

Jährliche Hauptinspektion in Freiensteinau: Risikobewertungszahl von 0,6 Punkten

Dass die Spielplätze der Gemeinde gut in Schuss sind, hat sich offenbar herumgesprochen. So hat der Bürgermeister in Reichlos gehört, dass dort „Gäste von auswärts kommen, die mit Picknickkorb und Kindern einen Nachmittag auf dem dortigen Spielplatz verbringen“. Angezogen werden sie vielleicht von den schattigen Plätzen unter Bäumen und einer Sitzgruppe. Aber auch sonst wechseln Eltern gerne mal den Spielplatz. Lein: „Wir haben nicht überall dieselben Spielgeräte.“

Apropos Wechsel: Solche gibt es immer wieder auch in den Vorschriften und Normen für die einzelnen Geräte. Da heißt es dann nachbessern. Als Beispiel nennt Lein das Karussell auf dem Freiensteinauer Spielplatz. Darunter darf nur noch acht Zentimeter Luft sein – also wurde rundrum eine Matte hingelegt.

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