Vogelsberg: Zwei Wiesenknopf-Ameisenbläulinge bei der Paarung auf einem Wiesenknopf-Blütenkopf, aufgenommen in Hemmen von Karin Knopf – mit viel Geduld.
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Zwei Wiesenknopf-Ameisenbläulinge bei der Paarung auf einem Wiesenknopf-Blütenkopf, aufgenommen in Hemmen von Karin Knopf – mit viel Geduld.

Versammlung am 10. September

„Sumpfverein“ ist seit mehr als 30 Jahren im Einsatz für Naturschutz im Vogelsberg

Die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz bedrohter Lebensräume Schlitzerland e.V., besser bekannt unter dem Namen „Sumpfverein“, besteht seit mehr als 30 Jahren und hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Schutz, Schaffung und Pflege natürlicher und naturnaher Flächen praktischen Naturschutz zu betreiben.

Schlitz - Dies geschah in den vergangenen Jahrzehnten durch Pacht und Ankauf besonders schützenswerter Biotope und Gebiete im Vogelsberg. Des Weiteren schenkte 2004 SE Graf Görtz dem Sumpfverein einige Grundstücke, darunter ein Eichen-Wäldchen auf einem Hügel in der Aue zwischen Schlitz und Bernshausen. Die Eichen wurden hier einst gepflanzt, um mit der Eichelmast Vieh zu ernähren. Mittlerweile ist diese Nutzung Geschichte und die Eichen nähern sich ihrem Altersstadium. Das viele Totholz dürfte einer vielfältigen Insektenfauna Lebensraum bieten.

Diese Flächen bieten nun bedrohten Pflanzen und Tierarten eine Überlebenschance, indem diese Areale zumeist in traditioneller Nutzung gepflegt werden. Zu nennen sind hier der Wiesenknopf-Ameisenbläuling, der „Gute Heinrich“ (eine im Schlitzerland schon ausgestorben geglaubte Pflanze), der Kammmolche, der Edelkrebs und andere. (Lesen Sie auch hier: Der Neuntöter hält Wacht - Population scheint sich zu erholen)

Vogelsberg: „Sumpfverein“ seit mehr als 30 Jahre im Einsatz für Naturschutz

Die geplante Exkursion des „Vereins zum Schutz bedrohter Biotope im Schlitzerland“ vulgo „Sumpfverein“ sollte in diesem Jahr eigentlich in die ehemalige Sandgrube am Waldrand südlich von Hartershausen gehen. Aufgrund der Corona-Pandemie entschied der Vorstand, diese ausfallen zu lassen und auf das kommende Jahr zu verschieben.

Wer die Arbeit des Vereins näher kennenlernen will, hat dazu am Freitag, 10. September, Gelegenheit. Dann trifft sich der „Sumpfverein“ zu seiner Mitgliederversammlung um 19 Uhr in der Gaststätte „Zum Auerhahn“ (Lenk) in Schlitz. (rsb)

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