Vogelsberg: Der Windpark „Goldener Steinrück“ mit den acht städtischen Windkraftanlagen.
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Der Windpark „Goldener Steinrück“ mit den acht städtischen Windkraftanlagen.

Übertragung an die OVAG

Ulrichstein verkauft letzte Windkraftanlagen - Rückbaukosten entfallen

„Die Stadtverordnetenversammlung stimmt dem Verkauf der acht städtischen Windkraftanlagen am Standort „Goldener Steinrück“ in der Gemarkung Helpershain an die Oberhessische Versorgungsbetriebs AG (OVAG) zu“. 

Ulrichstein - Mit diesem einstimmigen Beschluss sind damit alle städtischen Anlagen verkauft. Bereits am 1. Oktober des Vorjahres wurden die sechs städtischen Windkraftanlagen am Standort „Alte Höhe“ in der Gemarkung Wohnfeld im Vogelsberg an die OVAG verkauft.

Durch den Verkauf und die Übertragung an die OVAG entfällt für die Stadt (SWU) die Rückbauverpflichtung. Die für den Rückbau gebildeten Rückstellungen in Höhe von rund 450  .000 Euro werden somit nicht zu diesem Zweck benötigt.

Vogelsberg: Ulrichstein verkauft letzte acht Windkraftanlagen

Die acht städtischen Windkraftanlagen (WKA) auf dem „Goldenen Steinrück“ sind seit über 20 Jahre im Betrieb und bereits seit mehreren Jahren abgeschrieben. Bei den Anlagen in Helpershain sind bereits seit drei Jahren aufgrund der bisher langen Laufzeit Ausfälle zu verzeichnen. Da für die Anlagen keine Ersatzteile mehr erhältlich sind, beziehungsweise die Reparaturkosten gegenüber der Laufzeit nicht mehr wirtschaftlich waren, wurden die Anlagen mit Generatorschaden nicht mehr instandgesetzt.

Für die städtischen Anlagen lag auch ein Angebot der „Alaris Energie GmbH Hamburg“ vor. Um das geplante Repowering aller Anlagen durch die OVAG nicht zu gefährden, wurde es nicht berücksichtigt. (Lesen Sie auch: Nach VR Bank Fulda: Auch Sparkasse Oberhessen schließt Filialen im Vogelsberg)

Rückbaukosten für Windkraftanlagen am „Goldenen Steinrück“ entfallen

Die Stadt hat sich in den abgeschlossenen Verträgen eine Beteiligung am Repowering der Anlagen gesichert. Auch die Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen.

Die künftigen Einkünfte aus der Windkraft resultieren aus Pachteinahmen, Gestattungsentgelten für Wege- und Leitungsrechte, der Gewerbesteuer und der neuen EEG Vergütung, 0,2 Cent pro erzeugter KW Stunde Strom. (Von Dieter Graulich)

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