Fast ungebremst fuhr der Kleintransporter auf den Lkw auf.
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Fast ungebremst fuhr der Kleintransporter auf den Lkw auf.

Unfall auf A5 im Vogelsberg

Transporter kracht fast ungebremst in Lkw: Ersthelfer rettet Schwerstverletzten aus Wrack - „Krasse Zivilcourage“

  • Leon Schmitt
    vonLeon Schmitt
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Auf der A5 im Vogelsberg hat sich am Mittwochabend ein schwerer Unfall ereignet. Beinahe ungebremst krachte ein Kleintransporter in einen vorausfahrenden Lkw. Der schwerstverletzte Transporter-Fahrer wurde in eine Spezialklinik geflogen. Ein Ersthelfer half dabei, den Verletzten aus dem Wrack zu befreien.

Alsfeld - Zu dem heftigen Zusammenprall war es am Mittwoch gegen 16.20 Uhr auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Alsfeld-Ost und dem Hattenbacher Dreieck gekommen. Das berichtet die Polizei in Fulda zu dem Unfall im Vogelsberg.

„Nach bisherigen Ermittlungen fuhr ein tschechischer Kleintransporter bei stockendem Verkehr nahezu ungebremst auf den davor fahrenden Sattelzug einer Spedition aus Eisleben (Sachsen-Anhalt) auf“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. (Lesen Sie auch: Ferrari-Unfall im Vogelsberg: Mann fährt brandneues Auto zu Schrott)

A5 (Vogelsberg): Ersthelfer rettet Schwerstverletzten aus Wrack - „Krasse Zivilcourage“

Der 52-jährige Fahrer des Kleintransporters sei infolge des Unfalls im Fahrzeug eingeklemmt worden. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Alsfeld, des Rettungsdienstes und Ersthelfer mussten den Mann aus dem völlig deformierten Führerhaus befreien. Mit schwersten Verletzungen wurde er mit einem Rettungshubschrauber ins Uniklinikum Gießen geflogen.

Besonders lobenswert verhielt sich laut Marius Benedikt Zimmer vom Rettungsidenst Mittelhessen ein Ersthelfer, der mit seinem ADAC-Abschlepper angehalten hatte. Der Mann habe sich in seinen 40-Tonner gesetzt und den Sattelschlepper vorgefahren, damit der eingeklemmte 52-Jährige wieder frei kommt. „Er hat wirklich krasse Zivilcourage gezeigt, das fand ich wirklich bemerkenswert“, lobt Zimmer.

Der Fahrer musste aus dem völlig deformierten Führerhaus befreit werden.

Aufgrund der Bergungs- und Räummaßnahmen musste die Autobahn 5 in Fahrtrichtung Norden - und für die Landung des Rettungshubschraubers temporär auch in Fahrtrichtung Süden - gesperrt werden. Aufgrund der Vollsperrung kam es laut Polizei „zeitweise zu erheblichem Rückstau“.

Neben mehreren Streifen der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld und Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Alsfeld kamen ein Rettungswagen, zwei Notarztbesatzungen und der Rettungshubschrauber zum Einsatz.

Mit schwersten Verletzungen musste der Mann in eine Spezialklinik geflogen werden.

Die Staatsanwaltschaft Gießen hat einen Gutachter mit der Ermittlung des Unfallgeschehens beauftragt. Am Sattelauflieger sowie dem Kleintransporter entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von schätzungsweise 30.000 Euro.

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