Das Bild zeigt eine NS-Kundgebung auf dem Marktplatz in Lauterbach im Jahr 1934 . / Archivfoto: Fotoclub Lauterbach

„Vogelsberg unterm Hakenkreuz“: Sonderausstellung im Muna-Museum

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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VOGELSBERGKREIS - Bei den letzten freien Reichstagswahlen im Jahr 1932 gehörte der Vogelsberg zu den absoluten „Hochburgen“ der Nationalsozialisten in Deutschland. Im Muna-Museum in der „Alten Schule“ in Grebenhain-Bermuthshain findet die Sonderausstellung „Vogelsberg unterm Hakenkreuz“ statt.

Ab 1929 vollzog sich der Aufstieg der NSDAP in der überwiegend ländlich geprägten Region zu einer Massenbewegung, die schon deutlich vor der „Machtergreifung“ die Öffentlichkeit dominierte. Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und den Beginn der Diktatur des Dritten Reiches wurde von den lokalen NS-Organisationen mit zahlreichen Aufmärschen gefeiert. Auf der anderen Seite begannen sogleich die „Gleichschaltung“ der Gemeinderäte und des Vereinslebens, die Verfolgung der wenigen standhaften politischen Gegner, und die brutalen Übergriffe auf die jüdischen Gemeinden im Vogelsberg. Mit einer Präsentation von zahlreichen historischen Bildern und anderen Dokumenten möchte das Muna-Museum an diesen bisher kaum dargestellten dunklen Abschnitt der regionalen Geschichte erinnern. Das Museum ist am Internationalen Museumstag zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Ausstellung sowie zum Museum ist kostenlos. / ce Den kompletten Artikel lesen Sie im E-Paper und in der Printausgabe des Schlitzer Botens.

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