Der CDU-Kreisverband Vogelsberg will bei der Kreistagswahl am 14. März stärkste Kraft im Kreis werden. (Symbolfoto)
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Der CDU-Kreisverband Vogelsberg will bei der Kreistagswahl am 14. März stärkste Kraft im Kreis werden. (Symbolfoto)

Kreistagswahl im März

Virtueller Parteitag: Vogelsberger CDU will stärkste Kraft im Kreis werden - Wahlprogramm vorgestellt

  • Walter Kreuzer
    vonWalter Kreuzer
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Dr. Jens Mischak hat ein klares Ziel ausgegeben: Der von ihm geführte CDU-Kreisverband Vogelsberg will bei der Kreistagswahl am 14. März stärkste Kraft im Kreis werden. 

Vogelsbergkreis - „Die letzten vier Jahre waren gute Jahre für den Vogelsbergkreis. Das soll so bleibt. Die Zusammenarbeit mit Landrat Görig war vertrauensvoll und fair. Aber nun kämpft jeder für sich. Wir wollen die stärkste Kraft werden – die Chancen dafür sind da“, betonte Mischak während eines virtuellen Kreisparteitages.

Für einen „Polit-Quickie“ (O-Ton Mischak) zugeschaltet wurden die Bundestagsabgeordneten Michael Brand und Helge Braun, der auch Kanzleramtsminister ist. Zu mehr als gegenseitigem verbalen Schulterklopfen und Lob reichte es allerdings in den Schaltungen zur Wasserkuppe und nach Halle nicht.

Vogelsbergkreis: CDU will stärkste Kraft werden - Virtueller Kreisparteitag

Damit war der Tonfall für die Versammlung mit mehr als 120 Teilnehmern festgelegt: Es gab keine Diskussionen und das Wahlprogramm animierte nur zu vereinzelten Nachfragen. Apropos Diskussionen: Einer solchen über die Wahl von Armin Laschet zum Bundesvorsitzenden nahm Mischak früh den Wind aus den Segeln: „Man darf ein Tag lang enttäuscht sein über dieses Wahlergebnis. Dann muss es aber auch gut sein.“

Neben Mischak stellten Hans Heuser, Jennifer Gießler, Stephan Paule, Michael Ruhl und Birgit Richtberg Teile des 28 Seiten umfassenden Programms für die Kreistagswahl vor. Der Vorsitzende hob die Bedeutung der ärztlichen Versorgung auf dem Land hervor. So müsse das Stipendienprogramm für angehende Hausärzte auf Fachärzte und auf Apotheker ausgeweitet werden. In beiden Bereichen zeichne sich im Landkreis – nicht zuletzt wegen der Altersstruktur – ein größerer Bedarf ab. Eine Erweiterung des gerade erst in interkommunaler Zusammenarbeit mit den Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain gestarteten Medizinischen Versorgungszentrums auf andere Kommune sei nicht ausgeschlossen, „aber die letzte Möglichkeit, wenn es nicht mehr funktioniert“. Er stellte sich hinter die Absicht, das Kreiskrankenhaus Alsfeld durch einen Neubau zukunftssicher zu machen. Und: „Das Gesundheitsamt muss personell und sachlich aufgestockt werden. Hier muss das seit Jahrzehnten Versäumte nachgeholt werden – auch um für eine neue Pandemie gerüstet zu sein.“

Neben Gesundheitspolitik nimmt Wirtschaft breiten Raum im Wahlprogramm ein

Neben der Gesundheitspolitik nimmt die Wirtschaft einen breiten Raum im Wahlprogramm ein. Stichworte sind die Bündelung von Gewerbegebieten, der Ausbau der Infrastruktur – insbesondere der Straßen und des ÖPNV – und die Fachkräftesicherung. Paule: „Wir wollen den Vogelsberg zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort machen. Dafür müssen wir unsere Stärken herausstellen.“ Und Ruhl unterstrich, dass die Sanierungsanstrengungen in Bezug auf das Kreisstraßennetz fortgeführt werden sollen.

In der Schulpolitik verspricht die Union den Erhalt der Gesamtschulen, den Ausbau der Nachmittagsbetreuung sowie weiterhin mindestens eine Grundschule pro Gemeinde. Angeregt wird ein „Medienführerschein“ für die Grundschüler. In den Berufsschulen müsse die „Abwanderung von Ausbildungsklassen nach Fulda und Gießen verhindert werden“, betonte Heuser.

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