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Kreisvorsitzende loben Bürgermeisterkandidaten in Schlitz - „Siemon bringt das Rüstzeug mit“

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Von: Bernd Götte

Er zieht ins Schlitzer Rathaus ein: Heiko Siemon (CDU).
Der neue Bürgermeister von Schlitz, Heiko Siemon (kleines Bild), wurde vom CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Jens Mischak gelobt. © Bernd Götte, privat

Die Kreisvorsitzenden der beteiligten Parteien zeigen sich alle im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Ausgang der Schlitzer Bürgermeisterwahl.

Schlitz - Der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Jens Mischak ist von dem „Durchmarsch“ Heiko Siemons positiv überrascht. „Ich hatte fest mit einer Stichwahl gerechnet“, sagte Mischak, zumal die anderen Kandidaten, Mischak hob Zeynel Can hervor, auch stark gewesen seien. „Heiko Siemon bringt das Rüstzeug mit“, betriebswirtschaftlichen Sachverstand und gute Ortskenntnis, zeigte sich der Kreisvorsitzende überzeugt.

Er glaubt als Erster Kreisbeigeordneter an eine gute Zusammenarbeit mit dem künftigen Bürgermeister Stadt im Vogelsbergkreis. Mischak wünscht sich für Siemon aber auch eine stärkere Position auf Kreisebene, eventuell im Kreisvorstand. Die Schlitzerländer CDU sei aber ohnehin schon gut in der Kreispolitik vertreten mit Hans-Jürgen Schäfer als Kreisbeigeordnetem und Sonja Dickert als Kreistagsabgeordneter; und Alexander Altstadt hätte gute Chancen, in den Kreistag nachzurücken. (Lesen Sie auch: Schlitzer Bürgermeisterwahl: Heiko Siemon gewinnt mit 50,31 Prozent)

Vogelsberg: Kreisvorsitzende loben Bürgermeisterkandidaten in Schlitz

„Zeynal Can hat einen engagierten, frischen und sachkundigen Wahlkampf gemacht“, erklärte für die SPD ein sichtlich gut gelaunter Patrick Krug. Die Stichwahl hätte er ihm zugetraut, aber enttäuscht sei er über das Ergebnis gar nicht. Nicht beantworten wollte Krug die Frage, ob sich Can mit dem ordentlichen Ergebnis auch die Expertise für eine eventuelle Landtagskandidatur erworben habe. Die SPD Vogelsberg ist derzeit nicht in Wiesbaden vertreten. „Dazu sage ich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nichts“, sagte Krug. 

Keine Tränen gab es auch bei der AfD wegen des schwachen Abschneidens ihres Kandidaten Thomas Leonhard Dostal. „Das liegt in dem Bereich, den wir schon bei anderen Bürgermeisterdirektwahlen erzielt haben“, berichtete Kreisvorsitzender Gerhard Pärsch. Trotz der erwarteten Chancenlosigkeit wolle man den Bürgern aber eine Alternative zu den etablierten Parteien bieten. Daher habe er sich gefreut, dass Dostal sich in Schlitz dazu bereitgefunden habe. 

FDP wegen Jürgen Laurinat wehmütig

Ein wenig wehmütig blickt FDP-Kreisvorsitzender Andre Tonigold auf das Abschneiden seines Parteifreundes Jürgen Laurinat. „Er hätte ein besseres Ergebnis verdient.“ Laurinat habe einen hervorragenden Wahlkampf gemacht. Da Laurinat sich entschlossen habe, als Unabhängiger anzutreten, habe die FDP ihn auch nicht mit „Parteikanälen“ unterstützt. (Lesen Sie auch: Ansprechpartner für alle: Wolfgang Keller neuer Schutzmann vor Ort in Alsfeld und Schlitz)

Heiko Siemon und Zeynel Can hätten es sehr gut geschafft, ihre klassischen Parteiwähler zu aktivieren, sie auch als Kandidaten zu unterstützen. Die Entscheidung Laurinats, ohne Partei im Rücken anzutreten, sei aus der Erfahrung der vergangenen Bürgermeisterwahl, bei der Laurinat mehr als 40 Prozent geholt hatte, nachvollziehbar gewesen.

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