Landrat Manfred Görig und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak haben im Beisein von Dr. Erich Wranze-Bielefeld, dem ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes, die Vertragsverlängerung unterzeichnet.
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Landrat Manfred Görig und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak haben im Beisein von Dr. Erich Wranze-Bielefeld, dem ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes, die Vertragsverlängerung unterzeichnet.

Weitere zwei Jahre

Vogelsbergkreis verlängert Kooperation im Telemedizin-Rettungsdienst

Der Kreis Vogelsberg wird in Sachen Telemedizin weitere drei Jahre mit den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf kooperieren. Dies teilte der Kreis in einer Pressemitteilung mit.

Vogelsberg - Um eine schnelle und effiziente notfallmedizinische Versorgung sicherzustellen, gehen die Landkreise Gießen, Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg einen besonderen Weg: 2018 haben sie gemeinsam das Innovationsprojekt „Telemedizin im Rettungsdienst“ gestartet, das seit dem 1. Januar 2019 vom Hessischen Sozialministerium gefördert wird. Dieses wird nun bis 2022 verlängert.

„Die neue Technik, die in der Telemedizin eingesetzt wird, unterstützt unser Rettungsdienstpersonal und auch unsere Notärzte in ihrer täglichen verantwortungsvollen Tätigkeit und bietet damit unseren Patienten ein noch höheres Maß an Sicherheit“, erklärt der Vogelsberger Landrat Manfred Görig.

Unnötige Notarzteinsätze reduzieren und Patientenströme lenken

Das vom hessischen Ministerium für Soziales und Integration geförderte Projekt soll unnötige Notarzteinsätze reduzieren und Patientenströme so lenken, dass Erkrankte die passende ärztliche Versorgung erhalten. So werden Patienten abhängig von der Schwere ihrer Erkrankung entweder durch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) oder in der Notaufnahme behandelt – unabhängig davon, ob sie ursprünglich den ÄBD oder den öffentlichen Rettungsdienst kontaktiert haben.

Das kann verhindern, dass die Notaufnahmen der Krankenhäuser durch Patienten blockiert werden, die objektiv keine Notfälle sind.

Dank modernster Geräte: Relevante Daten landen direkt beim Telenotarzt

Möglich wird das Projekt durch hochqualifiziertes Rettungsdienstpersonal und moderne EKG-Geräte, mit denen zwölf Rettungswagen in den drei Landkreisen ausgestattet sind. Geht ein Notruf bei der Leitstelle ein, fragt diese zuerst relevante Informationen zur Notfallsituation ab. Vermutet sie danach ein Krankheitsbild, das keine akute Lebensbedrohung darstellt, kann sie zunächst einen ohne Notarzt besetzen Rettungswagen losschicken.

Notfallsanitäter und Rettungsassistent untersuchen vor Ort den Patienten mit EKG-Geräten. Diese Geräte alle relevanten Werte per Funk an einen diensthabenden Telenotarzt übermitteln. Dieser nimmt die übertragenen Werte der Patienten über ein Notebook entgegen und bewertet sie. Wenn es erforderlich sein sollte, kann der Notarzt noch immer direkt zum Patienten kommen.

akh

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